07 Februar 2020, 09:45
Vor- und nachkonziliare Kirche gegeneinander auszuspielen ist tückisch
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Theologie'
Alexander Tschugguel, Leiter des Wiener St. Bonifatius Instituts, weist Anschuldigungen des Wiener Dogmatikers Tück zurück: "Heidnische Götzen zu verehren entspricht nicht diesem Auftrag und steht im Widerspruch zum ersten Gebot"

Wien (kath.net)
Alexander Tschugguel, Leiter des Wiener St. Bonifatius Instituts, hat im Gespräch mit kath.net Angriffe des Wiener Dogmatiker Jan-Heiner Tück zurückgewiesen, die dieser vor einigen Tagen gegenüber der "Kathpress" geäußert hat. So behauptete Tück, dass die "Weite des Katholischen" verengt werde, wenn sie nach Art der Makkabäer verteidigt werde und Aussagen der Schrift biblizistisch als Handlungsanweisungen missverstanden werden. Der Dogmatiker meinte dann in abfälliger Weise, dass "der selbst ernannte Verteidiger des Katholischen" und applaudierenden Sympathisanten hinter die Tradition des Konzils zurückfallen würden und dass durch "Intoleranz und Verachtung des anderen" die Wahrheit, die sie bezeugen wollen, beschädigt werde. Tück meinte dann auch nocht, dass das II. Vatikanische Konzil einen Exklusivmus überwunden, der in der katholischen Kirche die allein wahre Religion sehe und alle anderen religiösen Überzeugungen als falsch verwerfe und der Eifer für den einen wahren Gott, der sich in der Versenkung der Figuren im Tiber entladen habe, historisch blind sei.

Werbung
Jesensky


Tschugguel weist im Gespräch mit kath.net diese Anschuldigungen von Tück zurück: "Es ist kein Geheimnis, dass heute bei Vielen die Ansicht herrscht, dass man ohne die Kirche, besonders ohne die Taufe, auch in den Himmel gelangen kann. Ich bin überzeugt, dass Christi Wort: „Keiner kommt zum Vater, außer durch mich.“, immer gültig bleibt."

Der Leiter des Wiener St. Bonifatius Institut, der weltweit mit dem Wurf der umstrittenen Pachamasfiguren bekannt wurde, meinte abschließend gegenüber kath.net: "Als Katholiken sind wir dazu berufen, allen Völkern das Evangelium zu verkünden und sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes zu taufen. Heidnische Götzen zu verehren entspricht nicht diesem Auftrag und steht im Widerspruch zum ersten Gebot. Die vor- und nachkonziliare Kirche auf diese Weise gegeneinander auszuspielen, halte ich für tückisch."

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!













Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Deutsche Verfassungsrichter erlauben geschäftsmäßige 'Sterbehilfe' (72)

Köln: Coronavirusgefahr trifft "schmerzlicherweise" Kommunionspendung (42)

Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer auf Konfrontation mit Rom (35)

Arche distanziert sich von ihrem Gründer und kündigt Aufklärung an (34)

Gabriele Kuby setzt sich gegen Deutschlandfunk durch (31)

Coronavirus: Stephansdom und Salzburger Dom verzichten auf Weihwasser (31)

Synodaler Weg? - Wir bleiben katholisch (30)

„Alles, was Katholiken heilig ist, wird in den Dreck gezogen“ (25)

Der „Synodale Prozess“ ist ein revolutionäres Ereignis (22)

„Die schweigende Mehrheit schweigt nicht mehr“ (22)

Sterbehilfe schafft Mörder (21)

"Wird Sterben Pflicht?" (19)

Deutsche Bischofskonferenz: Auch Langendörfer tritt zurück! (16)

Norwegen: Mutter kämpft seit mehr als 6 Jahren um ihr Kind (12)

Das katholische Milieu 2020 (12)