23 Januar 2020, 12:00
Abtreibung – das globale Blutbad im Blutrausch der Welt
 
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Wenn Europa erwacht, müsste es sich dringend auch von teuflischen Irrlehre befreien, dass die Mehrheit in jedem Fall Recht schaffen kann - KLARTEXT von Bischof Andreas Laun

Salzburg (kath.net)
Mit Kain hat der Blutstrom begonnen, der seither durch die Weltgeschichte schäumend und die Täter berauschend fließt. Namen und historische Ereignisse bilden seine Seitenarme und erinnern an Tschingis Khan, an die islamische Eroberung im 7. Jahrhundert, an die chinesische Kulturrevolution, an den Mord an den Armenier, an Ruanda, an die Menschenopfer der Azteken, and die zwei Weltkriege, an Hitlers Shoa und Stalins Archipel Gulag. An Kambodscha und viele andere Täter, berauscht am Blut ihrer Opfer. Getrieben von Gier oder ihrer Ideologie. Hinzuzufügen ist der Schrei Nietzsches: Gott ist tot, wir haben ihn getötet. Gottesmord, der sich fortsetzt durch immer radikalere Gottlosigkeit der modernen, westlichen Welt, die Gott heute in seinen Geboten, in seiner Offenbarung, in seiner Schöpfung und in ihren Gesetzen, bekämpft mit den Methoden eines harten oder weichen (ohne KZ oder Gulag) Atheismus. Dabei könnte man sich an Papst Benedikt erinnern, der den Holocaust deutete als den Versuch mit dem jüdischen Volk auch seinen Gott und seine Ordnung auszulöschen. Im Anschluss daran formulierte Kardinal Sarah „Das größte Verbrechen der modernen Geschichte. Der Hass und der Wille, das jüdische Volks auszumerzen, ist ein Gräuel. Lag alldem nicht der Plan zugrunde, Gott zu töten, indem man das Volk auslöschte, das so viele Jahrhunderte hindurch die Erinnerung an Seinen Bund weitergeben hat.“

Aber während man Tötungsprogramme in größter Ähnlichkeit zu bestimmten Diktaturen entwickelt, versucht man einerseits den Tod zu besiegen durch wissenschaftliche Projekte. Andererseits organisiert und legalisiert man das Morden und Sterben. Nach den beiden Weltkriegen hätte man glauben können, die Menschen würden unter dem Eindruck des Erlebten nie mehr Kriege führen. Aber es kam anders: Viele Kriege wurden seit 1945 geführt, blutig und grausam wie eh und je. Man rüstet weiter und entwickelt trotz Hiroshima und Nagasaki sogar in armen Ländern Atomwaffen. Blutrausch macht noch süchtiger als Alkohol und andere Drogen.

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Abtreibung – der neue Genozid

Und dann begann 1973 das nächste Blutbad, den Zahlen nach größer als alles, was es gab, unter dem Schutz und dem Druck von Heuchelei und legitimierter Lüge. Es begann in den USA mit dem Grundsatzurteil "Roe versus Wade", durch das in den USA Abtreibung legitimiert wurde. Inzwischen folgten fast alle Staaten der Welt den Amerikanern, auch unter Druck und mit Hilfe von unbeschreiblich viel Geld.

Der atheistische Rechtspositivismus – die Wurzel

Wenn Gott nicht existiert, lebt der Mensch in einem Vakuum, weil es dann auch keine Ordnung gibt die nicht der Mensch selbst macht und machen kann. Anders gesagt: Es gibt kein Naturecht, also kein Recht, das sich aus der von Gott geschaffenen Natur erkennen lässt. Zu klären ist dabei, was mit Natur gemeint ist. Der andere Begriff ist Rechtspositivismus, aus dem Latein kommend: ponere, setzen und hat nichts mit positiv im Gegensatz zu negativ zu tun. Rechtspositivismus behauptet, die Menschen machen sich ihre Gesetze selbst, durch ihre Parlamente oder Könige oder sonstige menschengemachte Autoritäten. Daraus folgt natürlich, dass der Staat Abtreibung straffrei machen kann oder auch Homoehen erlauben kann. Was man für unmöglich gehalten hat, gibt es auf Grund eines Beschlusses. Man nannte dies auch „Abtreibung entkriminalisieren“, als ob man ein Verbrechen durch ein Gesetz zu einer guten Tat machen könnte. Dieser Einwand setzt freilich die Existenz eines höheren Naturrechts voraus. Ebenso Abstufungen: Abtreibung ist nur in einer bestimmten Frist erlaubt oder nur aus „eugenischen Gründen“

Die Folgen der freien Abtreibung

Die Gesetzeslage führte dazu, dass jedes Jahr Millionen von Kindern weltweit ermordet werden und dazu, dass auch arme Länder gedrängt oder erpresst werden, ebenfalls liberale Abtreibungsgesetze zu erlassen, Inzwischen hört man von Veränderungen der Lage, in manchen Staaten der USA wird Abtreibung wieder verboten, vor allem steht auch Präsident Trump auf Seiten der Lebensschützer. So könnte Stefan Rehder recht haben, der In der Tagespost schrieb: Die Abtreibungslobby hat keine Zukunft, weder in Deutschland noch irgendwo sonst. Und sie weiß es auch oder ahnt es mindestens längst.“ Es wird ein Erwachen kommen, davon bin auch ich überzeugt Wir alle werden wie Macbeth rufen: „Zu wissen dass ich es tat. Besser von mir selbst nichts zu wissen!“ Aber wie beim Holocaust, er lässt sich nicht leugnen, auch die legitimierte Abtreibung wird sich nicht leugnen lassen, es wird das „wir taten es“ in der Geschichte bleiben.

Das Erwachen und Schönreden

Aber es wird ein bitteres Erwachen sein. Wann das sein wird weiß niemand, so wie auch niemand den Fall der Mauer voraussah oder den Mord, der den ersten Weltkrieg auslöste.

Das Schönreden beginnt mit Formulierungen, die eine kleine emotionale Falle aufstellen etwa: Ja jede Abtreibung ist eine zuviel. Oder Hilary Clinton: Abtreibung muss „sicher sein, legal und selten.“ Bedenkt man, wie einfach die Argumente für Abtreibung zu widerlegen sind, kann man nur sagen: Die Welt, die so viele Rätsel der Welt und des Universums schon gelöst hat, stellt sich dumm als ob es nur noch anenzephale Menschen gäbe, buchstäblich ohne Gehirn! Man könnte auch die Bibel zitieren mit dem Wort Jesu: Lk 12:56-58: Das Aussehen der Erde und des Himmels könnt ihr deuten. Warum könnt ihr dann die Zeichen dieser Zeit nicht deuten? Warum findet ihr nicht schon von selbst das rechte Urteil? Genau, das kann man auch sagen in Hinblick auf den Streit über Abtreibung!!

Die heutige Lage

Der Geist der großen und kleineren Mörder lebt weiter und mordet ohne Unterlass. Während man die Erinnerung vor allem an den Holocaust wach hält, geht der neue große Mord an den ungeborenen Kindern weiter und weiter und ihren Müttern will man verbieten zu leiden an ihrer Erinnerung an das, was sie getan haben und sie nicht vergessen können.

Das große Schweigen und Vertuschen

Bezeichnend, dass es bei der Europawahl kein Politiker wagte das Thema anzusprechen. Sicherlich, es gibt etliche Politiker in allen Ländern, die gemäß dem Naturrecht, das Gott allen Menschen ins Herz geschrieben hat, denken und auch handeln würden, wenn es ihnen möglich wäre. Aber die Mehrheit tut nicht einmal das, was möglich wäre. Auch van der Leyen sprach dieses große des Mordens nicht an. Offenbar hat niemand von den mächtigen und einflussreichen Leuten Vladimir Palkos bestens belegte Studien über die Feigheit und Blindheit auch der angeblich christlichen Politiker gelesen „Die Löwen kommen“, die sich bei jeder Gelegenheit zur Rechtsstaatlichkeit Europas bekennen, aber ohne dass sie wüssten, dass es Rechtstaatlichkeit nur gibt, wenn Gottes Recht, wenn das Naturecht, anerkannt wird; und dass Rechtsstaatlichkeit nicht vereinbar ist mit der Idee, dass einzig der Mensch selbst der Macher ist, ohne und gegen Gott. Papst Benedikt hat in Berlin dem Bundestag dies erklärt, hat den Rechtspositivismus abgelehnt und da Naturrecht als Humanökologie eingefordert aber man wollte ihn nicht hören. Alle schweigen auch dann, wenn zum Beispiel eine Hebamme in Norwegen gekündigt wird und keine andere Anstellung erhält, weil sie sich weigert, Abtreibung zu assistieren. Sie schweigen wie auch die Medien, die sonst so gerne aufdecken!

Dagegen steht politisch inkorrekt Mutter Teresa: Heute werden Millionen ungeborener Kinder getötet und wir sagen nichts!“ Aber da es legal ist, tun wir es mit „weißen Handschuhen!“ oder nach dem Vorbild des Pilatus, der sich vor seinem Justizmord die Hände wäscht.

Reinigung von der Häresie des Teufels

Wenn Europa erwacht, müsste es sich dringend auch von teuflischen Irrlehre befreien, dass die Mehrheit in jedem Fall Recht schaffen kann. Für diesen Irrtum und seine Folgen gibt es keinen Nürnberger Gerichtshof? Nein, oder doch? Im Glaubensbekenntnis bekräftigt die Kirche ohne Unterlass: „Christus wird kommen zu richten die Lebenden und die Toten.“. Auch wenn wir gemeint haben, wir allein könnten die Welt einrichten wie wir wollen. Christus wird kommen und wird richten, ob es alle glauben oder nicht.

Der Gottesmord und die große Gehirnwäsche

Was den Schutz des menschlichen Lebens betrifft und dessen Heiligkeit, scheint der Gottesmord gelungen zu sein. Sogar Amnesty International hat der Abtreibungs-Erreger befallen und vergiftet. Das ist ein Punkt, der bedacht werden muss: Mit Hilfe der Medien betreibt die Abtreibungslobby eine höchst erfolgreiche Gehirnwäsche;
Erstens steht gegen Abtreibung die jüdisch-christliche Kulturgeschichte Euopas und im Hauptwerk der deutschen Literaturgeschichte spielt Abtreibung eine geradezu zentrale Rolle: Gretchen treibt ab und begeht in der Sicht Goethes damit ein Verbrechen. Und diese Bewertung galt immer als richtig. Dramatisch und unverständlich ist der Schwenk von Amnesty: Eine Organisation die dem Kampf für Menschenrechte von einem Katholiken gegründet wurde und sich hohes Ansehen erwarb, dreht um 180 Grad zur Anerkennung der Abtreibung als Menschenrecht.

Und noch ein Wort zu den Frauen die Abtreibung als Frauenrecht ansehen: Wie ist es möglich, so viele Frauen zur Überzeugung zu bringen, sie hätten ein Recht ihr eigenes Kind töten zu lassen. Dabei könnte man auch noch zufügen: Man beachte die Tiere: Fast bei allen Tieren verteidigen die Mütter ihre Jungen sogar wenn sie dabei ihr Leben riskieren. Abtreibung ist auch gegen diesen Urinstinkt alles Weiblichen sogar im Reich der Tiere. In einer Welt in der der Mensch selbst weithin für ein Tier gehalten wird, kann es nicht beleidigend sein diese Beobachtung zu benennen: Auch Tiermütter verteidigen ihre Jungen, in vielen Fällen gegen ihre Väter oder gar fremde Männchen.

Mit Kardinal Sarah kann man sagen: Mit dem Gottesmord und den aus diesem folgenden Morden steht Europa am Abgrund, es ist im Begriff Selbstmord zu begehen. Einen Rest Hoffnung glaubt Kardinal Sarah zu sehen in religiösen Gemeinschaften und bei den Staaten, die sich in der Visegrad-Gruppe zusammengeschlossen haben. Und ich füge hinzu: Daher werden sie von einigen Mächtigen der EU ständig angegriffen.

Angesichts des globalsierten Abtreibungsmorde und seiner Folgen hat müßten die Befürworter und Täter mit Macbeth rufen; „Wir haben den Schlaf, den unschuldigen Schlaf ermordet.“ Und: „Nicht das Wasser eines Ozeans kann das Blut von unseren Händen waschen“. Oder auch mit Lady Macbeth: „Noch immer riecht es hier nach Blut.“ Ja, das tut es in Folge der tabuisierten Abtreibungen.

Was geschehen sollte

Wir Christen brauchen für uns und die ganze Welt dringend eine Weltysnode über Kain und Abel, einen gemeinsamen Schrei der Kirche und aller BISCHÖFE der Welt und besonders Europas; Und viele LADYs Macbeth, die auf der Bühne der Welt weinen, weil sich das Blut auf ihren Händen nicht abwaschen lässt – höchstens durch den Beichtpriester, meint Shakespeare. Einladen sollte man dazu Kardinal Sarah und auch Vladimir Palko und besondere Frauen und Männer, die sich der Tragödie bewusst sind. Man sollte die Stimmen von Johannes Paul II und Mutter Teresa irgendwie hörbar machen. Mutter Teresa: „Der größte Zerstörer des Friedens ist heute der Schrei des ungeborenen Kindes. Wenn eine Mutter ihr eigenes Kind in ihrem eigenen Schoß ermorden kann was für ein schlimmeres Verbrechen gibt es dann noch…?“

Mutter Teresa und die vielen, vielen Menschen, die ihr zustimmen, Mit ihrem unerschütterlichen Zeugnis für das Evangelium des Lebens. Und die Bischöfe von ganz Europa sollten eine gemeinsame Demonstration planen, wenigstens die Erzbischöfe und Kardinäle! Wie auch immer, ein Zeichen das man nicht übersehen kann, auch in den Medien nicht vertuscht werden kann, Ergänzt durch ein monumentales Kunstwerk! Vielleicht auch so, dass man es im Kleinformat verbreiten könnte! Eine Maßnahme müsste auch sein: Die Kirche sollte akribisch suchen nach den Lecks, durch die die Ideologie des Tötens auch in kirchliche Strukturen eingedrungen ist, z.B mit der These, Abtreibung dürfe nicht bestraft werden. Man müsste genauso suchen und aufdecken, wie in der Tragödie der Missbrauchsfälle. Und man darf auch hier nichts vertuschen,ist Abtreibung nicht der schlimmste Missbrauch eines Kindes. Abtreibung zu entkriminalisieren, als ob man ein Verbrechen durch ein Gesetz zu einer guten Tat machen könnte, müsste genauso als unannehmbar gebrandmarkt werden wie die „Auschwitzlüge"! Ein Vorschlag ist auch die Einführung einer Liturgie für die ungeborenen Kinder zu Fest Maria Heimsuchung, wenn der ungeborene Jesus dem ungeborenem Johannes begegnet! Irgendwie wäre es ein neues Fest der unschuldigen Kinder – für die Kinder und Mütter und Väter unserer Zeit.

Vielleicht ist auch bei Christen, die Abtreibung eigentlich ablehnen der Gedanke Macbeths eingedrungen: „Zu meinem Vorteil muss sich alles fügen. Ich bin einmal so tief in Blut gestiegen, dass, wollt ich nun im Waten stillstehen, Rückkehr so schwierig wär als durchzugehen“ Wir Christen sollten hinzufügen: Jesus ist durchgegangen, aber nicht als Täter, sondern Er selbst als "Opfer für alle!"

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