16 Januar 2020, 08:55
Vatikanjournalist: Franziskus setzte Benedikt XVI. unter Druck
 
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Vatikanjournalist Antonio Socci: Franziskus war wütend über die Co-Autorenschaft - Der Kompromissformel "Buch von Sarah - Mit Beitrag von Benedikt" wurde gefunden, um Gänswein vor der "südamerikanischen Rache" zu schützen.

Rom (kath.net)
Papst Franziskus soll von Benedikt XVI. verlangt haben, seinen Namen vom gemeinsamen Buch "Aus der Tiefe des Herzens, Priestertum, Zölibat und die Krise der katholischen Kirche" zurückzuziehen. Diese These vertritt der bekannte Vatikanjournalist Antonio Socci, wie "LifesiteNews" berichtet. Laut dem Journalisten, der sich auf "verlässliche Quellen" innerhalb des Vatikans beruft, soll Franziskus über den Beitrag wütend gewesen sein. Socci hat auf Facebook berichtet, dass offensichtlich das "Ende der Welt" im Vatikan ausbrach, als Bergoglio wütend wurde. Der Papst hatte laut Socci anschließend sofort Erzbischof Gänswein einberufen und ihn beauftragt, den Namen von Benedikt vom Buch zu entfernen und die Autorenschaft komplett zurückzuziehen. Letzteres konnte Benedikt XVI. natürlich nicht machen. Benedikt XVI. konnte aber laut dem Journalist kein falsches Zeugnis ablegen und Kardinal Sarah beschuldigen, dass dieser von ihm keine Einverständnis bekommen hatte. "Auch hatte Benedikt keinesfalls die Absicht, etwas zurückzunehmen, was er zur Verteidigung des Zölibats in diesem Buch geschrieben hatte.", schrieb Socci. Im Anschluss daran veröffentlichte Sarah auf Twitter einen Briefwechsel, aus dem klar hervorging, dass Benedikt XVI seine Zustimmung gab.

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Die anschließend veröffentlichte Kompromissformel "Buch von Robert Kardinal Sarah - mit einem Beitrag von Benedikt XVI." wurde laut Socci gefunden, um Erzbischof Gänswein vor der "südamerikanischen Rache" zu schützen. In der englischsprachigen Ausgabe des Buches hat sich übrigens nicht geändert. Der Ignatius-Press-Verlag hat sich übrigens geweigert, die Co-Autorenschaft von Benedikt XVI. zu verleugnen und bringt sowohl Sarah als auch Benedikt XVI. als Autoren. P. Joseph Fessio, der Gründer und Leiter des Verlags, bezeichnete Meldungen, dass Benedikt nicht der Co-Autor sei, als glatte "Fake News".

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