06 Januar 2020, 12:10
Die Begegnung mit Jesus verändert definitiv
 
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Franziskus: jede Erfahrung der Begegnung mit Jesus führt uns dazu, andere Wege zu gehen, denn von ihm kommt eine gute Kraft, die das Herz heilt und uns vom Bösen löst. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Angelus am Hochfest der Erscheinung des Herrn, Fest, dessen Symbol das Licht ist. Der Abschnitt des Evangeliums (vgl. Mt 2,1-12), so Papst Franziskus in seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet, enthalte ein Detail, das uns zum Nachdenken anrege. Am Ende der Geschichte heiße es: „Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land“ (V. 12).

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Diese Weisen, die aus fernen Gegenden kämen, fänden nach ihrer langen Reise denjenigen, den sie kennenlernen wollten, nachdem sie ihn lange gesucht hätten. Nachdem sie endlich ihr Ziel erreicht hätten, werfen sie sich vor dem Kind nieder, beten es an, bringen ihm ihre kostbaren Gaben dar“. Danach machten sie sich unverzüglich wieder auf den Weg, um in ihr Land zurückzukehren. Doch diese Begegnung habe sie verändert. Sie hätten einen anderen König gesehen, einen König, der nicht von dieser Welt sei.

Die Begegnung mit Jesus halte die Sterndeuter nicht zurück, im Gegenteil, sie gebe ihnen einen neuen Impuls, in ihr Land zurückzukehren, um zu erzählen, was sie gesehen und welche Freude sie empfunden hätten. Darin werde der Stil Gottes, seine Art, sich in der Geschichte zu manifestieren, gezeigt.

Die Erfahrung Gottes blockiere uns nicht, sondern befreie uns. Sie halte uns nicht gefangen, sondern bringe uns wieder auf den Weg, sie bringe uns an die üblichen Orte unserer Existenz zurück. Die Orte sind die gleichen, doch wir seien nach der Begegnung mit Jesus nicht mehr die gleichen wie vorher.

Wir könnten den Ausdruck „auf einem anderen Weg“ weiter fassen: nachdem wir an diesen Weihnachtsfeiertagen den Herrn getroffen oder gefunden hätten, könnten wir nicht mehr die gleichen Wege gehen wie vorher. Jede Erfahrung der Begegnung mit Jesus führe uns dazu, andere Wege zu gehen, denn von ihm komme eine gute Kraft, die das Herz heile und uns vom Bösen löse.

Es gebe eine weise Dynamik zwischen Kontinuität und Neuheit. Man kehre „in sein Land“ zurück, aber „auf einem anderen Weg“. Dies zeige, dass wir es seien, die sich ändern müssten, um unsere Lebensweise zu verwandeln, auch wenn sie sich in der gleichen Umgebung wie immer befinde, um die Kriterien der Beurteilung der uns umgebenden Realität zu ändern.

Das sei der Unterschied zwischen dem wahren Gott und den verräterischen Götzen wie Geld, Macht, Erfolg, „zwischen Gott und denen, die euch diese Götzen versprechen, wie Magier, Wahrsager, Zauberer“. Der Unterschied sei, „dass die Götzen uns an sich selbst binden und wir von ihnen Besitz ergreifen“.

Der wahre Gott aber halte uns nicht zurück noch lasse er sich von uns zurückhalten: „er öffnet uns Wege der Neuheit und Freiheit“. Er sei der Vater, der immer bei uns sei und uns ändere.

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