01 Januar 2020, 12:12
Der Segen Marias, der Segen Jesu
 
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Franziskus zum ersten Angelus des Jahres 2020: steigen wir von den Postamenten unseres Stolzes herab und bitten wir um den Segen der Heiligen Mutter Gottes. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Nach der heiligen Messe zum Hochfest der Gottesmutter Maria, an dem auch der 53. Weltfriedenstag begangen wird, der dieses Jahr unter dem Thema steht: „Der Frieden als Weg der Hoffnung: Dialog, Versöhnung und ökologische Umkehr“, betete Papst Franziskus zusammen mit den Pilgern und Besuchern auf dem Petersplatz das erste Angelusgebet des Jahres 2020.

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Das neue Jahr - es sei nicht selbstverständlich, dass unser Planet eine neue Revolution um die Sonne begonnen habe und dass wir Menschen ihn weiterhin bewohnten, so der Papst. Es sei nicht selbstverständlich, im Gegenteil, „es ist immer ein ‚Wunder’, das überrascht und für das gedankt werden muss“.

Am ersten Tag des Jahres feiere die Liturgie die heilige Mutter Gottes, „Maria, die Jungfrau von Nazareth, die Jesus, den Heiland, geboren hat“. Dieses Kind sei Gottes Segen für jeden Mann und jede Frau, für die große Menschheitsfamilie und für die ganze Welt. Jesus habe das Böse nicht aus der Welt entfernt, sondern es an der Wurzel besiegt. Sein Heil sei keine Magie, sondern ‚geduldig’. Es gehe um die Geduld der Liebe, die die Verantwortung für die Missetaten übernehme und ihnen ihre Kraft nehme.

Aus diesem Grund sähen wir, wenn wir die Krippe betrachteten, mit den Augen des Glaubens die Welt erneuert, von der Herrschaft des Bösen befreit und unter die königliche Herrschaft Christi gestellt, „das Kind, das in der Krippe liegt“.

Deshalb segne uns die Mutter Gottes heute, indem sie uns ihren Sohn zeige. Sie nehme ihn in die Arme und zeige ihn uns, und so segne sie uns. Sie segne die ganze Kirche, sie segne die ganze Welt. Jesus, sei die Freude für alle Menschen. Aus diesem Grund habe Papst Paul VI. den ersten Tag des Jahres dem Frieden widmen gewollt: dem Gebet, dem Bewusstsein und der Verantwortung für den Frieden.

„Lasst uns also die Mutter und den Sohn, den sie uns zeigt, betrachten. Lasst uns zu Beginn des Jahres gesegnet sein!“, so Franziskus. Jesus sei der Segen für diejenigen, die durch das Joch der Sklaverei moralisch und materiell unterdrückt würden. Er befreie mit Liebe. Zu denen, die ihre Selbstachtung verloren hätten, indem sie Gefangene von bösartigen Kreisen geworden seien, sage Jesus: „Der Vater liebt euch, er lässt euch nicht im Stich, er wartet mit unerschütterlicher Geduld auf eure Rückkehr“.

Denen, die Opfer von Ungerechtigkeit und Ausbeutung seien und keinen Ausweg sähen, öffne Jesus die Tür der Brüderlichkeit, wo sie einladende Gesichter, Herzen und Hände fänden, wo sie Bitterkeit und Verzweiflung teilten und etwas Würde zurückgewinnen könnten.

Denen, „die schwer krank sind und sich verlassen und entmutigt fühlen, kommt Jesus nahe, er berührt die Wunden mit Zärtlichkeit, gießt das Öl des Trostes aus und verwandelt Schwäche in Kraft des Guten, um die verworrensten Knoten zu lösen“.

Denen, die gefangen und versucht seien, sich in sich selbst zu verschließen, öffne Jesus wieder einen Horizont der Hoffnung.

„Liebe Brüder und Schwestern“, so der Papst abschließend, „steigen wir von den Postamenten unseres Stolzes herab und bitten wir um den Segen der Heiligen Mutter Gottes. Sie zeigt uns Jesus: lassen wir uns segnen, öffnen wir unsere Herzen für seine Güte“.

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