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06 Dezember 2019, 11:00
Papst und Groß-Imam schlagen UNO neuen weltweiten Gedenktag vor

Botschaft mit Initiative für "Welttag der menschlichen Brüderlichkeit" am 4. Februar wurde an UN-Generalsekretär Guterres übergeben - Religionsführer regen dazu auch Weltgipfeltreffen an
Vatikanstadt-New York (kath.net/KAP) Einen neuen "Welttag der menschlichen Brüderlichkeit" haben Vatikan und Al-Azhar den Vereinten Nationen vorgeschlagen. Eine entsprechende Botschaft von Papst und Groß-Imam hätten Kurienkardinal Miguel Ayuso und Al-Azhar-Richter Muhammad Abd al-Salam am Mittwoch in New York an UN-Generalsekretär Antonio Guterres überreicht, teilte der Vatikan am Donnerstag mit.

Darin schlagen sie vor, den 4. Februar jährlich als weltweiten Gedenk- und Aktionstag zu begehen. An dem Datum hatten Papst Franziskus und der Groß-Imam von Al-Azhar, Ahmad Al-Tayyeb, dieses Jahr in Abu Dhabi ein "Dokument zur menschlichen Brüderlichkeit" unterzeichnet. Darin rufen das katholische Kirchenoberhaupt und die weithin anerkannte Lehrautorität des sunnitischen Islam zu gegenseitigem Respekt, Dialog und Gewaltverzicht auf. Zudem verpflichten sie sich zu Friedensengagement, zum Eintreten für Menschenrechte und zur Bewahrung der Schöpfung.

In ihrer Botschaft an Guterres schlagen die beiden Religionsführer den Vereinten Nationen zudem ein Weltgipfeltreffen zur menschlichen Geschwisterlichkeit vor. Generalsekretär Guterres habe das Manifest anerkennend entgegengenommen und Bereitschaft gezeigt, sich der Initiative anzuschließen, so die Vatikanmitteilung. Gleichzeitig habe Guterres seinen Sonderberater für die Verhütung von Völkermord, den Senegalesen Adama Dieng, beauftragt, mit dem von Vatikan und Al-Azhar gegründeten "Komitee zur menschlichen Brüderlichkeit" zusammenzuarbeiten.

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