01 Dezember 2019, 12:11
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Franziskus: der Sinn des Advents. Die wunderbare Theologie der Geschichte in Jesaja. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Angelus am ersten Adventsonntag. Papst Franziskus erinnerte an den Beginn des neuen Kirchenjahres. In diesen vier Adventswochen führe uns die Liturgie dazu, das Geburtsfest Jesu zu feiern. Sie rufe in Erinnerung, dass er jeden Tag in unserem Leben komme und am Ende der Zeiten zurückkehren werde.

Diese Gewissheit führe dazu, mit Zuversicht in die Zukunft zu schauen, wie der Prophet Jesaja einlade, der mit seiner inspirierten Stimme den ganzen Weg des Advents begleite und uns eine wunderbare „Theologie der Geschichte“ biete. Wir seien aufgerufen, diese Vision des Glaubens und der Hoffnung zu haben, wenn wir auf den Straßen des Lebens durch die glücklichen und schmerzhaften, heiteren und dramatischen Ereignisse gingen.

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In der heutigen ersten Lesung prophezeie Jesaja: „Am Ende der Tage wird es geschehen: Der Berg mit dem Haus des Herrn steht fest gegründet als höchster der Berge; er überragt alle Hügel. Zu ihm strömen alle Völker“ (2,2).

Der Tempel des Herrn in Jerusalem werde als Ort der Annäherung und Begegnung aller Völker dargestellt. Nach der Menschwerdung des Sohnes Gottes offenbar sich Jesus selbst als der wahre Tempel. Deshalb sei die wunderbare Vision des Jesaja eine göttliche Verheißung und zwinge uns, eine Haltung der Pilgerschaft, des Weges hin zu Christus, der Bedeutung und des Zieles der Geschichte einzunehmen.

Diejenigen, die nach Gerechtigkeit hungerten und dürsteten, könnten sie nur auf den Wegen des Herrn finden, während das Böse und die Sünde daraus resultierten, dass Einzelpersonen und soziale Gruppen es vorzögen, von egoistischen Interessen diktierte Wege zu gehen, die Konflikte und Kriege verursachten.

Im heutigen Evangelium (Mt 24,37-44)ermahne uns Jesus, auf sein Kommen vorbereitet zu sein. Wachsam zu sein bedeute nicht, die Augen materiell offen zu haben, sondern das Herz frei und in die richtige Richtung gewendet zu haben, bereit zu geben und zu dienen. Der Schlaf, aus dem wir aufwachen müssten, bestehe aus der Gleichgültigkeit, aus der Eitelkeit, aus der Unfähigkeit, wirklich menschliche Beziehungen aufzubauen

Die Erwartung des kommenden Jesus müsse daher in eine Verpflichtung zur Wachsamkeit umgesetzt werden. Es geht vor allem darum, Gottes Handeln, seine Überraschungen zu bestaunen und ihm Vorrang zu geben. Wachsamkeit bedeute konkret auch, auf unseren Nächsten in Schwierigkeiten aufmerksam zu sein, sich von seinen Bedürfnissen befragen zu lassen, ohne darauf zu warten, dass er oder sie uns um Hilfe bitte, sondern zu lernen, zu verhindern, vorwegzunehmen, wie dies Gott immer bei uns tue.

Nach dem Angelus kündigte der Papst die Veröffentlichung des Apostolischen Schreibens "Admirabile signum" ÜBER DIE BEDEUTUNG UND DEN WERT DER WEIHNACHTSKRIPPE am heutigen Nachmittag in Greccio an.


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