09 Januar 2019, 12:32
Wer anklopft, dem wird geöffnet!
 
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Franziskus: der Segen des Gebets, das immer verändert und Antwort erhält. Jesus ist vor allem ein Betender. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) „Darum sage ich euch: Bittet und es wird euch gegeben; sucht und ihr werdet finden; klopft an und es wird euch geöffnet. Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet. Oder welcher Vater unter euch, den der Sohn um einen Fisch bittet, gibt ihm statt eines Fisches eine Schlange oder einen Skorpion, wenn er um ein Ei bittet? Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten“ (Lk 11,9-13).

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Papst Franziskus setzte seine Katechesenreihe zum Vaterunser fort. Die vierte Katechese stand unter dem Thema: „Wer anklopft, dem wird geöffnet“.

Die Katechese nahm Bezug auf das Lukasevangelium, in dem die für das Leben Jesu charakteristische Atmosphäre des Gebets in besonderer Weise spürbar werde. Jesus sei vor allem ein Betender. Alle seine wichtigen Lebensstationen, wie seine Taufe oder die Verklärung, seien von seinem persönlichen Gebet begleitet.

Jesus bete für Petrus, für seine Jünger wie für seine Peiniger. Folglich frage ihn auch einer seiner Jünger: „Herr lehre uns beten“. Daraufhin erkläre Jesus, mit welchen Worten und in welcher Einstellung seine Jünger beten sollten.

Die Haltung solle die eines Glaubenden sein, der sich inständig an Gott wende. Jesus gebe zu verstehen, dass Gott immer antworte, dass kein Gebet ungehört verhalle, auch wenn es uns manchmal so scheinen mag. Für diesen Fall empfehle Jesus, im Gebet auszuharren und nicht aufzugeben. Das Gebet verändere immer die Wirklichkeit: „wenn es vielleicht auch nicht die äußeren Umstände verändert, so verwandelt es doch zumindest uns selbst“.

Der Heilige Geist sei allen verheißen, die beteten. Wir könnten sicher sein, dass Gott antworte, selbst dann, wenn wir es nicht gleich erkennen könnten. „Was für ein Tag des Herrlichkeit und der Auferstehung wird es sein!“, so Franziskus. Beten sei jetzt der Sieg über Einsamkeit und Verzweiflung. Es sei, als sähe man jedes Fragment der Schöpfung, das sich in einer Geschichte bewege, die wir manchmal nicht verstehen könnten.

„Eines ist sicher“, so der Papst: „am Ende eines jeden Lebensweges steht der himmlische Vater, der alle mit offenen Armen empfängt“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Von Herzen grüße ich die Pilger deutscher Sprache. Ich wünsche euch für euren Glaubensweg die rechte innere Haltung, die aus dem Gebet kommt und immer neu ins Gebet hineinführt. Wenn wir ihn aufrichtig bitten, schenkt uns der himmlische Vater all das, was unser Leben wirklich erfüllt. Gott segne euch!



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