19 Oktober 2018, 07:00
Schick: Eucharistiegemeinschaft ist nicht die wichtigste Ökumenefrage!
 
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Bamberger Erzbischof fragt nach ökumenischer Kirchenleitung, also einem Papst oder einer gemeinsamen Kirchenregierung, „‚eine kirchliche Weltautorität‘, … die dazu wirken, dass die Christen mit einer Stimme weltweit sprechen“.

Bamberg (kath.net) „Weil es in der Frage des Herrenmahls nicht weitergeht, sind viele ökumenisch Engagierte frustriert und viele sehen deshalb auch das bereits Erreichte nicht mehr… Aber ist wirklich die Einheit im Herrenmahl das vorrangigste und das als erstes anzustrebende Ziel?“ Das fragte der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick auf seiner Facebookseite. „Um es gleich deutlich zu sagen, die vollständige Einheit der Kirche muss die gemeinsame Auffassung über das Herrenmahl und die gemeinsame uneingeschränkte Teilnahme am Herrenmahl aller Christen umfassen“, erläuterte Schick, nachdem er daran erinnert hatte, dass Ökumene alle drei großen christlichen Strömungen beinhaltet: evangelisch, orthodox, katholisch.

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Schick nannte einige Punkte, die für die Ökumene aktuell zur Bearbeitung anstehen:

- „Ein Papst oder eine gemeinsame Kirchenregierung, bzw. ‚eine kirchliche Weltautorität‘, die verhindern, dass es noch weitere Abspaltungen und Gruppierungen in der Christenheit gibt und die dazu wirken, dass die Christen mit einer Stimme weltweit sprechen oder die zumindest verhindern, dass sehr widersprüchliche Aussagen gemacht werden, wären ein großer Vorteil für die Wirksamkeit des Christentums in unserer Welt. Darüber sich Gedanken zu machen und dazu die Einheit zu suchen, sollte ein wichtiges Ziel der Ökumene sein.“
- „Die Einheit in der Heiligen Schrift und deren Auslegung“. Es gehe „viel Verwirrung und Unverständnis“ davon aus, dass wir sehr verschiedene Bibeltexte und noch mehr, dass wir sehr verschiedene Interpretationen haben“, erläuterte Schick und nannte als Beispiele: „Ehe und Familie, was die Sexualität einschließt, zur Schöpfung und Bewahrung der Schöpfung, zur Gewalt und Gewaltlosigkeit, zum Frieden und Krieg“.
- „Einheit in einer heute verständlichen Sprache über die Inhalte des Glaubens zu finden, ist ein zweites wichtiges Ziel der Ökumene.“ Schick plädierte dafür, hier auch die wichtigen Begriffe „Gnade, Opfer, Sühne, Sünde, Gericht, etc.“ miteinzubeziehen.
- Gemeinsame „Alltagsheiligkeit“: Morgen- und Abendgebet, Gebet vor dem Essen
- Mehr Suche nach Einheit im Taufverständnis bsp. bei gemeinsamen Tauferneuerungen in Firmungen und Konfirmationen und Krankengottesdiensten
- Gemeinsame Wachsamkeit „für die stets neuen Probleme in der zivilen Gesellschaft“ und gemeinsames Antwortgeben

Liebe Freunde,
ich durfte mich wieder einmal intensiver mit der Ökumene beschäftigen. Schon seit meiner Schulzeit,...

Gepostet von Erzbischof Ludwig Schick am Donnerstag, 18. Oktober 2018


Kurzbeitrag über Ludwig Schick, Erzbischof von Bamberg



Foto oben: Erzbischof Schick (c) Erzbistum Bamberg

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