07 Juli 2018, 08:00
Papst beruft erstmals Laien an die Spitze einer Kurienbehörde
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Vatikan'
Chef des katholischen Fernsehsenders "TV2000", Paolo Ruffini, zum neuen Leiter des vatikanischen "Dikasteriums für Kommunikation" ernannt

Vatikanstadt (kath.net/KAP) Zum neuen Leiter der vatikanischen Medienbehörde hat Papst Franziskus den bisherigen Chef des katholischen Fernsehsenders "TV2000", Paolo Ruffini, ernannt. Das gab der Vatikan am Donnerstag bekannt. Der 61-jährige Ruffini wird damit der erste Präfekt einer Kurienbehörde, der kein Priester ist. Im "Dikasterium für Kommunikation" folgt er Dario Vigano nach, der im März zurückgetreten war. Damit hatte Vigano die Konsequenz gezogen aus der selektiven Veröffentlichung eines privaten Briefes des emeritierten Papstes Benedikt XVI. an ihn anlässlich einer Schriftenreihe über Franziskus.

Werbung
weihnachtskarten


Paolo Ruffini studierte Jura und ist ausgebildeter Journalist. Seit 2014 leitete er zuletzt mit dem Journalisten Lucio Brunelli den Sender "TV2000" der Italienischen Bischofskonferenz (CEI). Dort kümmerte er sich vor allem um die administrative Leitung. Davor war Ruffini nach Stationen bei den großen Tageszeitungen "Il Mattino", "Il Messaggero" und dem staatlichen Fernseh- und Radiosender "Rai 3" für den privaten Fernsehsender "La7" tätig gewesen.

Seit dem Rücktritt Viganos hatte übergangsweise der Sekretär des Mediensekretariats, Lucio Adrian Ruiz, die Behörde geleitet. Ende verfügte der Papst, dass das päpstliche Mediensekretariat in "Dikasterium für Kommunikation" umbenannt wird. Zweck scheint eine formale Angleichung an die Bezeichnung anderer Vatikanbehörden im Zuge der laufenden Kurienreform zu sein, ohne dass damit eine Auf- oder Abwertung verbunden wäre.

In der zentralen Medienstelle sind seit 2015 die bisher selbstständigen vatikanischen Medien zusammengeführt. Unter den Labels "Vatican News" und "Vatican Media" organisiert sie die Verbreitung von Informationen über Papst und Kirche sowie von Bild- und Tonmaterial. Als letzter Teil der Medienreform stehen noch die Integration der Vatikanzeitung "Osservatore Romano" und der Vatikanischen Druckhauses in das Dikasterium aus.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!











Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Vatikan bestätigt Wucherpfennig als Frankfurter Hochschulrektor (62)

Opfer sagt, er musste sich vor Bischof Janssen nackt ausziehen (43)

Die Mächte der Finsternis (41)

USA: Vatikan untersagt Beschluss von Anti-Missbrauchsmaßnahmen (41)

Du sollst nicht falsch aussagen gegen deinen Nächsten (39)

'Auf ihrer rechten Hand oder ihrer Stirn ein Kennzeichen anzubringen' (34)

NEU! - kath.net-WhatsApp-Newsletter - NEWS und MISSION (26)

McCarrick-Skandal: US-Bischöfe wagen keine Forderung an Vatikan (19)

Agatha Christies Beitrag zur Rettung der Tridentinischen Messe (19)

Grüner Ministerpräsident: 'Männerhorden raus' (18)

„Bischöfe scheinen wie gelähmt, das Oberhaupt packt nicht wirklich an“ (17)

Italiens Bischöfe wollen Vaterunser-Bitte ändern (17)

Franziskus ist "kein undogmatischer oder evangelischer Papst" (13)

Viganò: „Seid mutige Hirten und keine ängstlichen Schafe!“ (12)

'Ich liebe Papst Franziskus, aber er hat mein Herz gebrochen' (12)