13 Juni 2018, 11:15
ÖBK-Mitglied ruft zum gemeinsamen Kommunionempfang auf
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Eucharistie'
Österreichischer Abt van der Linde, stimmberechtigtes Mitglied der Österreichischen Bischofskonferenz, predigt bei Marienstatt-Wallfahrt in Deutschland: Am Tisch des Herrn dürfe es keine konfessionelle, rassistische oder sonstige Abgrenzung geben.

Mehrerau-Streithausen (kath.net) Am Tisch des Herrn dürfe es keine konfessionelle, rassistische oder sonstige Abgrenzung geben. Brot und Wein reiche Gott jedem, der sich als Teil der Gemeinschaft des Auferstandenen verstehe. Dies vertrat nach Darstellung der „Westerwälder Zeitung“ Anselm van der Linde, Abt der Zisterzienserabtei Wettingen-Mehrerau (Bregenz/Österreich), bei einer Wallfahrt in der Abtei Marienstatt im rheinland-pfälzischen Streithausen. Van der Linde ist Abtpräses der Mehrerauer Kongregation sowie voll stimmberechtigtes Mitglied der Österreichischen Bischofskonferenz, außerdem ist er ein Prior im Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem. „Alle sind eingeladen, wenn sie an Tod und Auferstehung glauben“, erläuterte van der Linde in der Predigt wörtlich. Es sei nicht Aufgabe des Menschen, zu entscheiden, wer würdig oder unwürdig sei, das Mahl Jesu Christi zu empfangen. Niemand dürfe sich zu klein oder zu unvollkommen für das Abendmahl fühlen, erläuterte der Abt nach Darstellung der „Westerwälder Zeitung“ weiter. Er wies darauf hin, dass auch die Teilnehmer beim Letzten Abendmahl, das Jesus gefeiert hatte, für Verrat, Verleumdung, Angst Flucht und Zweifel stünden, heutige Christen seien hier vergleichbar. Zwischen und nach der Predigt erhielt der Priester mehrfach Beifall von den anwesenden Pilgern.

Werbung
messstipendien


Die „Westerwälder Zeitung“ kommentierte, dass der Abtpräses „eine deutlich liberalere Position als der Vatikan“ vertrete. Sein „klarer Appell für ein gemeinsames Abendmahl der christlichen Konfessionen“ füge sich „nahtlos in die von den deutschen Bischöfen angestoßene aktuelle Debatte um die gemeinsame Kommunion von Ehepartnern unterschiedlicher Bekenntnisse ein, die durch das Nein von Papst Franziskus“ neu Fahrt aufgenommen habe.

Die Abtei Marienstatt, die die Wallfahrt in alter Tradition an ihrem Patrozinium feiert, liegt auf dem Gebiet des Bistums Limburg.

Symbolbild: Ungeweihte Hostien


Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!









kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.


Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Liebe Protestanten, nehmt den Glauben der Kirche wieder an! (66)

Wollte Papst Franziskus von den Missbrauchsskandalen ablenken? (33)

Irischer Premier will bei Papsttreffen Homosexualität propagieren (32)

Papst an Jugendliche: Klerikalismus Hauptproblem der Kirche (32)

Wenn ein 'Mariologe' gegen die Muttergottes kämpft (30)

Argentinischer Senat lehnt Tötung ungeborener Kinder ab (30)

USA: Bischof verbietet Kommunionfeiern in seinem Bistum (29)

BBC-Sendung: ‚Keine Jungen und Mädchen mehr’ (27)

Bericht: Kardinal Maradiaga beschützt schwule Seminaristen (27)

Kartenspielen in geweihter katholischer Kirche (25)

Deutscher Aberglaube: Behörde will Elfen, Zwerge und Trolle verjagen (24)

Migranten: Nicht die Ärmsten , sondern der Mittelstand kommt (22)

Nein zu einem „Humanismus der Nettigkeit“ (20)

Kardinal: Italiener sind nicht rassistisch, nur verängstigt (20)

Elfen auf der Autobahn - das Sommerloch hat zugeschlagen (20)