06 Juni 2018, 12:13
Die Firmung – für das Wachsen der Kirche
 
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Franziskus: die Wirkungen des Sakraments der Firmung. Die Kirche ist wie ein lebendiger Organismus, der sich aus Menschen zusammensetzt, die gemeinsam auf dem Weg sind. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) „Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!“ (Joh 20,19-22).

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Papst Franziskus setzte bei der heutigen Generalaudienz seine Katechesenreihe zum Sakrament Firmung fort. Die dritte Katechese stellte der Papst unter das Thema: „Die Firmung – für das Wachsen der Kirche“.

Franziskus betonte die Wirkungen des Sakraments der Firmung. Die Firmung verbindet die Getauften stärker miteinander als lebendige Glieder des mystischen Leibs der Kirche. Die Gabe des Heiligen Geistes lasse so das „Ich“ der Gefirmten reifen, auf dass sie immer mehr für das „Wir“ der christlichen Gemeinschaft und für das Wohl der Gesellschaft lebten.

Die Kirche „ist wie ein lebendiger Organismus, der sich aus Menschen zusammensetzt, die gemeinsam auf dem Weg sind“. Diese Gemeinschaft der Teilkirche werde vom Bischof als Nachfolger der Apostel geführt. Entsprechend würden die Neugefirmten von ihm oder seinem Beauftragten als aktive Glieder der Teilkirche aufgenommen.

Jedem Firmling gebe der Bischof den Friedensgruß. Der Zuspruch des Friedens sei zugleich ein Auftrag, Einheit zu suchen, andere einzubeziehen und keinen auszuschließen, nur weil er von uns verschieden sei. Der empfangene Friede müsse den anderen weitergegeben werden. So müsse der Christ ein Mensch des Friedens sein, der nicht durch das Geschwätz zerstört werden dürfe.

Die Firmung „empfangen wir nur einmal, doch die Dynamik des Heiligen Geistes wirkt ständig in uns fort“. Es bedürfe aber auch unserer Beständigkeit. Keiner erhalte die Firmung nur für sich allein, sondern dazu, um am geistlichen Wachstum der anderen und der ganzen Kirche mitzuwirken. Die Firmung „ist eine Stärkung, um aus sich herauszugehen und sein Leben für die Gemeinschaft einzusetzen“.

Was wir als Gottes Geschenk empfingen, müsse geschenkt werden, damit es fruchtbar werde. Es dürfe nicht aufgrund egoistischer Motive begraben werden: „Wir brauchen den Anstoß des Heiligen Geistes, um nicht durch Furcht und Berechnung gelähmt zu werden, um uns nicht daran zu gewöhnen, nur innerhalb sicherer Grenzen unterwegs zu sein. Denken wir daran, dass verschlossene Räume am Ende nach Moder riechen und uns krank machen“ (Gaudete et exsultate, 133).


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Einen herzlichen Gruß richte ich an die Pilger deutscher Sprache. Der Heilige Geist gebe uns den apostolischen Mut, Christus, unseren Herrn und Erlöser, zu bezeugen, mit Worten und Taten, gegenüber allen, denen wir auf unseren Wegen begegnen. Gott segne euch und eure Familien!



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