03 Juni 2018, 12:10
Die Eucharistie: Testament der Liebe Jesu Christi
 
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Franziskus: die Gegenwart Jesu in der Eucharistie ist wie eine offene Tür zwischen dem Tempel und der Straße, zwischen dem Glauben und der Geschichte, zwischen der Stadt Gottes und der Stadt des Menschen. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Angelus am neunten Sonntag im Jahreskreis, an dem in Italien und anderen Ländern das Hochfest Fronleichnam nachgefeiert wird. Papst Franziskus wird die heilige Messe mit Prozession dieses Jahr nicht auf dem Vorplatz der Lateran-Basilika, sondern am Nachmittag wie der selige Papst Paul VII. vor fünfzig Jahren in der Pfarrei „Santa Monica“ in Ostia feiern.

In seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet unterstrich der Papst in seinem Kommentar zum Evangelium vom Festtag (Mk 14,12-16.22-26): „Während des Mahls nahm er das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es ihnen und sagte: Nehmt, das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, gab ihn den Jüngern und sie tranken alle daraus. Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird“ (Mk 14,22-24).

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Gerade kraft dieses Testaments der Liebe versammle sich die christliche Gemeinde jeden Sonntag und jeden Tag um die Eucharistie, Sakrament des Erlösungsopfers Christi. Angezogen von seiner wirklichen Gegenwart beteten ihn die Christen an und betrachteten ihn durch das demütige Zeichen des Brotes, das zu seinem Leib geworden sei.

Jedes Mal, wenn wir die Eucharistie feierten, „erfahren wir durch dieses so nüchterne und gleichzeitig feierliche Sakrament den Neuen Bund, der die Gemeinschaft zwischen Gott und uns voll verwirklicht“. Als jene, die an diesem Bund Anteil nähmen, arbeiteten wir daran zusammen, obwohl wir klein und arm seien, die Geschichte nach Gottes Plan aufzubauen. Aus diesem Grund verweise jede Eucharistiefeier auf das Leben und die konkreten Ereignisse unserer Existenz.

Während wir uns an Leib und Blut Christi nährten, „werden wir ihm ähnlich, wir empfangen seine Liebe in uns, nicht um die eifersüchtig zu behalten, sondern um sie mit den anderen zu teilen“. Diese Logik sei in die Eucharistie eingeschrieben. Tatsächlich betrachteten wir Jesus als für unser Heil gebrochenes und geschenktes Brot und vergossenes Blut. Es sei eine Gegenwart, die wie ein Feuer in uns die egoistischen Haltungen verbrenne, uns von der Tendenz reinige, nur dann zu geben, wenn wir erhalten hätten. So werde der Wunsch entzündet, uns in Einheit mit Jesus zu für die Brüder und Schwestern gebrochenem Brot und vergossenem Blut zu machen.

Daher sei das Fest Fronleichnam ein Geheimnis der Anziehung zu Christus und der Verwandlung in ihn, und es sei eine Schule der konkreten Liebe, geduldig und aufgeopfert, wie Jesus am Kreuz. Es lehre uns, für diejenigen, die auf der Suche nach Verständnis, Hilfe, Ermutigung und ausgegrenzt und allein seien, einladender und zugänglicher zu werden. Die Gegenwart Jesu in der Eucharistie sei wie eine Tür, eine offene Tür zwischen dem Tempel und der Straße, zwischen dem Glauben und der Geschichte, zwischen der Stadt Gottes und der Stadt des Menschen.

Ausdruck der eucharistischen Volksfrömmigkeit seien die Prozessionen mit dem allerheiligsten Sakrament.



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