06 Mai 2018, 12:11
Liebt einander, wie ich euch geliebt habe. Bleibt in meiner Liebe!
 
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Franziskus: wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. Das Leben von der Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende schützen. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Regina Caeli am sechsten Sonntag der Osterzeit. In seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet kommentierte Papst Franziskus das Tagesevangelium (Joh 15,9-17): „Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe!“.

Im Fluss der Liebe Gottes zu leben, dort fest zu bleiben, sei die Voraussetzung dafür, dass unsere Liebe nicht ihre Leidenschaft und Kühnheit verliere. Auch wir, wie Jesus und in ihm, müssten dankbar die Liebe annehmen, die vom Vater komme, und in dieser Liebe bleiben und versuchen, uns nicht durch Selbstsucht und Sünde von ihm zu trennen. Es sei dies ein anspruchsvolles, aber nicht unmögliches Programm.

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Vor allem sei es wichtig, sich bewusst zu sein, dass die Liebe Christi kein oberflächliches Gefühl sei, sondern eine grundlegende Haltung des Herzens, die sich in dem Leben offenbare, so wie er es wolle. Jesus bekräftige: „Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe“ (V. 10). Die Liebe werde im täglichen Leben, in Einstellungen, in Handlungen verwirklicht. Sonst sei sie nur etwas Trügerisches. Jesus fordere uns auf, seine Gebote zu halten, die in diesem zusammengefasst seien: „dass ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe“ (V. 12).

Jesus habe wiederholt angedeutet, wer der Andere sei, den es zu lieben gelte, nicht in Worten, sondern in Taten. Es sei derjenige, den ich auf meinem Weg träfe und der mich mit seinem Gesicht und seiner Geschichte anrufe. Er sei derjenige, der mich mit seiner Anwesenheit aus meinen Interessen und meinen Gewissheiten heraustreten lasse. Er sei derjenige, der auf meine Bereitschaft warte, zuzuhören und ein Stück Straße zusammen zu gehen. Verfügbarkeit für jeden Bruder und jede Schwester, wer auch immer sie seien und in welcher Situation sie sich auch befänden, beginnend bei denen, „die mir nahe stehen in der Familie, in der Gemeinschaft, bei der Arbeit, in der Schule ...“. Auf diese Weise könne seine Liebe den Anderen erreichen, wenn man mit Jesus vereint sei, und ihn zu sich ziehen, zu seiner Freundschaft.

Diese Liebe zum Anderen dürfe nicht außergewöhnlichen Momenten vorbehalten werden, sondern müsse zur Konstante unseres Daseins werden. Deshalb seien wir aufgerufen, die alten Menschen als wertvollen Schatz und mit Liebe zu behüten, auch wenn sie wirtschaftliche Probleme und Unannehmlichkeiten schafften. Deshalb „müssen wir den Kranken, selbst wenn sie in der letzten Phase sind, jede mögliche Hilfe geben. Deshalb müssen die ungeborenen Kinder immer aufgenommen werden. Aus diesem Grund muss das Leben von der Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende immer geschützt und geliebt werden. Das ist Liebe“.

Wir „werden von Gott in Jesus Christus geliebt, der uns bittet, einander zu lieben, wie er uns liebt“. Doch wir könnten dies nicht tun, wenn wir nicht sein Herz in uns hätten. Die Eucharistie, an der jeden Sonntag teilzunehmen wir aufgerufen seien, habe den Zweck, in uns das Herz Christi zu formen, so dass unser ganzes Leben von seinen großherzigen Haltungen geleitet werde.



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