27 April 2018, 13:00
Der Himmel ist die Begegnung mit Jesus
 
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Franziskus in Santa Marta: im Himmel betet und arbeitet Jesus für uns. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Die erste Lesung aus der Apostelgeschichte (Apg 13,26-33) mit der Rede des heiligen Paulus in der Synagoge von Antiochia bildete den Ausgangspunkt der Predigt von Papst Franziskus bei der heiligen Messe im vatikanischen Gästehaus „Domus Sanctae Marthae“ am Freitag der vierten Woche im Osterkreis.

„Die Einwohner von Jerusalem“ so der Apostel, „und ihre Führer haben Jesus nicht erkannt, aber sie haben die Worte der Propheten, die an jedem Sabbat vorgelesen werden, erfüllt und haben ihn verurteilt“. Er aber sei von den Toten auferstanden: „So verkünden wir euch das Evangelium: Gott hat die Verheißung, die an die Väter ergangen ist, an uns, ihren Kindern, erfüllt, indem er Jesus auferweckt hat“.

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Mit dem Herzen von dieser Verheißung Gottes erfüllt habe sich das Volk aufgemacht, verbunden mit der Gewissheit, die sich daraus ergeben habe, sich als „erwählt“ zu wissen. Das oft untreue Volk „vertraute der Verheißung, da es wusste, dass Gott treu ist“. Aus diesem Grund sei es vorangegangen: im Vertrauen auf die Treue Gottes.

„Auch wir“, so der Papst, „sind unterwegs: wir sind unterwegs. Wir sind unterwegs... und wenn wir diese Frage stellen – ‚Ja, unterwegs: aber wohin?’ – ,Ja, in den Himmel!’ – ‚Und was ist der Himmel?’... Und an dem Punkt fangen wir an, in den Antworten abzugleiten, wir wissen nicht gut zu antworten, wie gesagt werden könnte, ‚was der Himmel ist’. Und viele Male denken wir an einen abstrakten Himmel, an einen fernen Himmel, an einen Himmel... ja, dort geht es einem gut, dort... Einige denken: ‚Nun, wird das ein wenig langweilig sein dort, die ganze Ewigkeit?’. Nein, das ist nicht der Himmel. Wir sind unterwegs zu einer Begegnung: zur endgültigen Begegnung mit Jesus. Der Himmel ist die Begegnung mit Jesus“.

Für Franziskus ist es notwendig, auf diesen Gedanken zurückzukehren: „Ich bin unterwegs im Leben, um Jesus zu begegnen“. Eine Begegnung, die für immer in Freude sein lasse. Doch dann stelle sich die Frage ein: „was tut Jesus in der Zwischenzeit?“. Und die Antwort laute: „Er bleibt da nicht sitzen, um auf mich zu warten, wie das Evangelium sagt, er arbeitet für uns. Er selbst sagte: ‚Glaubt an mich und ‚Ich gehe, um euch den Platz zu bereiten’. ‚Und was ist die Arbeit Jesu?’. Die Fürsprache. Das Gebet der Fürbitte“:

„Jesus betet für mich, für einen jeden von uns. Doch wir müssen das wiederholen, um uns zu überzeugen: er ist treu und betet für mich. In diesem Moment“.

Der Papst erinnerte an die Worte Jesu beim Letzten Abendmahl, als er Petrus verheiße: „Ich werde für dich beten“. Was er dem Petrus sage, sage er zu einem jeden von uns:

„Und ein jeder von uns muss sagen: ‚Jesus betet für mich’, er arbeitet, er bereitet jenen Platz vor. Und er ist treu. Er ist treu: er tut es, weil er es verheißen hat. Der Himmel wird diese Begegnung sein, eine Begegnung mit dem Herrn, der hingegangen ist, um den Platz vorzubereiten, die Begegnung mit einem jeden von uns... und das schenkt uns Vertrauen, das lässt das Vertrauen wachsen“.

Jesus sei der Priester und Fürsprecher, bis zum Ende der Welt: „Der Herr schenke uns dieses Bewusstsein, unterwegs zu sein hin zu dieser Verheißung. Der Herr schenke uns diese Gnade: hinaufzublicken und zu denken: ‚der Herr betet für mich’“.

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