25 April 2018, 10:05
Woelki verhängt Zelebrationsverbot für Priester
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Erzbistum Köln'
Gegen einen seit dem Jahr 2010 im Bistum Trier lebenden Ruhestandsgeistlichen des Erzbistums Köln hat der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki ein Zelebrationsverbot verhängt.

Trier/Köln (kath.net/pek) Gegen einen seit dem Jahr 2010 im Bistum Trier lebenden Ruhestandsgeistlichen des Erzbistums Köln hat der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki ein Zelebrationsverbot verhängt. Der Ruhestandsgeistliche arbeitet seit einigen Jahren in der Seelsorge im Bistum Trier mit. Dies ist ihm damit ebenfalls untersagt.

Werbung
christenverfolgung


Aufgrund einer Anfrage aus dem Bistum Trier war im Erzbistum Köln die Akte des Priesters neu gesichtet worden. Dabei ist aufgefallen, dass sich der Priester vermutlich nicht an eine ihm aufgetragenen Auflagen hält, keine Angebote für Kinder und Jugendliche zu machen.

Dem Priester wird unter anderem ein sexueller Missbrauch in den 1970er Jahren vorgeworfen. Der beschuldigte Priester bestreitet die Vorwürfe. Gegen den Ruhestandsgeistlichen wurde entsprechend den heutigen Richtlinien aufgrund der Vorwürfe ein Zelebrationsverbot verhängt und der Fall wird, nach Abschluss der vorgeschriebenen Maßnahmen, zur Überprüfung nach Rom gemeldet.

Im konkreten Fall wurde auch festgestellt, dass es beim Umzug des Priesters im Jahr 2010 keine Information des Erzbistums Köln an das Bistum Trier über die Vorwürfe gegeben hat. Für dieses Versäumnis des Erzbistums hat sich Erzbischof Woelki beim Bischof von Trier, Stephan Ackermann, entschuldigt.

Nach dem Amtsantritt von Kardinal Woelki im Erzbistum Köln hatte dieser angeordnet alle Fälle, in denen es Vorwürfe der sexuellen Grenzüberschreitung oder des sexuellen Missbrauchs gegeben hat, zu überprüfen. Darüber hinaus hat Kardinal Woelki im Jahr 2015 neue Mitglieder in seinen Beraterstab berufen und die Bearbeitung solcher Fälle in einer eigenen Stabsstelle Intervention gebündelt.

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!









kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.

Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Satan, der Große Ankläger, gegen das wahre Leben des Christen (67)

„Korruption der Lehre zieht immer die Korruption der Moral nach sich“ (56)

Man kann einen Papst nicht anklagen! (51)

Franziskus-Buch: Kurzbeschreibung kritisiert Papst Benedikt XVI. (45)

Missbrauchsopfer von Grassi: "Ich habe gelitten und leide noch immer!" (38)

Marx: „Wir stehen an der Seite der Betroffenen sexuellen Missbrauchs“ (35)

Neue Bombe im Vatikan: Zeitung nennt Namen der 'Homo-Lobby' (33)

Die Vollmacht des Hirten (33)

Neues Papstdokument schreibt verpflichtende Synodenumfragen vor (32)

Bischof: Nicht Klerikalismus, sondern Unmoral ist Ursache der Skandale (27)

„Frankfurter Allgemeine“: „Warum schont der Papst McCarrick?“ (26)

Kritik am „fröhlichen“ Foto bei Missbrauchskrisensitzung (25)

Cupich zu Missbrauch: Kirche hat ‚größere Agenda’ (23)

Papst: Sexualität ist "der schönste Punkt der Schöpfung" (23)

Kurienkardinal Ouellet: Angriffe auf Papst sind "ungerecht". (22)