21 April 2018, 11:00
Katholisches Portal: Gottesdienstverbot für Jugendliche in China
 
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Behördenerlass in Provinzen Henan und Xinjiang gilt laut "AsiaNews" für alle Chinesen unter 18 Jahren und alle religiösen Veranstaltungen

Rom-Peking (kath.net/KAP) Medienberichten zufolge sollen die Behörden in zwei chinesischen Provinzen Kindern und Jugendlichen den Kirchenbesuch verboten haben. Von einem entsprechenden Erlass berichtete die römische Nachrichtenagentur "AsiaNews" auf ihrem Onlineportal.

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Das Verbot, das seit einigen Tagen in Schulen und Kirchengemeinden per Rundschreiben und auf Schildern verbreitet werde, gilt demnach für alle Chinesen unter 18 Jahren und für alle religiösen Veranstaltungen. Geistlichen, die sich nicht daran halten, droht die Suspendierung, heißt es in dem Schreiben.

Bisher sei das Verbot nur aus den Provinzen Henan und Xinjiang bekannt. Es bestehe jedoch die Befürchtung, dass es auf das ganze Land ausgeweitet werden könnte. Der Erlass werde mit den neuen Religionsbestimmungen in der Volksrepublik China begründet und gelte sowohl für die offiziellen Gemeinden (KPV-Gemeinden) als auch für die sogenannte Untergrundkirche, so "AsiaNews". Das Portal zeigt dazu ein Foto des Erlasses mit offiziellen Stempeln.

"AsiaNews" zitiert zudem einen Pfarrer, der berichtet, dass Beamte der Religionsbehörde Kinder und Jugendliche sonntags vor seiner Kirche fortschickten. Besonders irritiere viele Gläubige, dass der Vorsitzende der Katholisch-Patriotischen Vereinigung (KPV) in Henan sowie sein Stellvertreter dieses Verbot offenbar unterstützten.

Die KPV ist die offiziell von der kommunistischen Regierung anerkannte katholische Gemeinschaft auf dem Gebiet der Volksrepublik China mit Ausnahme der Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macau. Die KPV ernennt auch Bischöfe, von denen einige nachträglich durch den Vatikan anerkannt wurden. Aktuell verhandelt der Vatikan mit der Regierung in Peking über eine Neuregelung der kirchlichen Strukturen, die bisher parallel existiert haben.

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