16 April 2018, 17:30
Messe, Bruderbesuch, aber kein Bier: So feierte Benedikt den 91er
 
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TV 2000 zeigt Montagabend Doku, in der auch Kardinal Schönborn, prominentestes Mitglied des Ratzinger-Schülerkreises, ausführlich zu Wort kommt

Rom (kath.net/KAP) Seinen 91. Geburtstag am Montag hat der emeritierte Papst Benedikt XVI. in kleinem Kreis in seinem Domizil, dem vatikanischen Kloster Mater Eccelesiae, gefeiert. Den Tag begann er mit einer Messe. Sein Bruder Georg Ratzinger (94) reiste bereits am Wochenende mit einem Flug aus München an. Dies sei "das größte Geburtstagsgeschenk" für ihn, sagte sein Privatsekretär, Erzbischof Georg Gänswein. Papst Franziskus wolle ebenfalls Glückwünsche überbringen; ob persönlich, sei bislang nicht ganz sicher, so Gänswein. Laut Zeitung "Il Giornale" (Montag) gebe es diesmal nicht den Maßkrug mit Bier, den eine bayerische Delegation im Vorjahr ausgeteilt hatte.

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Zu Ehren Benedikts zeigt der vatikanische TV-Kanal TV 2000 am Montagabend den Dokumentarfilm "Benedikt XVI., die Stunde der Wahrheit". Der Dokumentarfilm wird außerdem um 17 Uhr in der vatikanischen Filmothek gezeigt. Der Film erzählt von Ratzingers Jugend bis zu seinem Pontifikat und seinem spektakulären Amtsverzicht 2013. In der Dokumentation werden viele dem emeritierten Papst nahestehenden Personen interviewt, darunter Georg Ratzinger, Sekretär Erzbischof Gänswein sowie Kardinal Christoph Schönborn, der auch prominentestes Mitglied des Ratzinger-Schülerkreises ist.

Benedikts letztes eigenhändiges schriftliches Dokument war ein in Faksimile publizierter Dankbrief an die Leser des "Corriere della Sera" von Anfang März. In dem Brief an die Zeitung äußert er sich auch über seinen Gesundheitszustand: "Ich kann in diesem Zusammenhang sagen, dass ich im langsamen Niedergang der physischen Kräfte innerlich nach Hause pilgere", so der Emeritus.

Joseph Ratzinger wurde am 16. April 1927 im bayerischen Marktl am Inn geboren. 2005 wurde er zum Nachfolger von Johannes Paul II. (1978-2005) gewählt. Am 28. Februar 2013 trat Benedikt XVI. als erster Papst der Neuzeit freiwillig zurück. Er begründete die Entscheidung mit seinen nachlassenden körperlichen und geistigen Kräften. Seither führt er ein zurückgezogenes Leben im Mater-Eccelesiae-Kloster.

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