11 März 2018, 12:10
‚Laetare’ – der Grund der Freude des Christen
 
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Franziskus: die Gewissheit der Liebe Gottes trotz ll unserer Grenzen und Schwächen. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) „Laetare Ierusalem: et conventum facite omnes qui diligitis eam: gaudete cum laetitia, qui in tristitia fuistis: ut exsultetis, et satiemini ab uberibus consolationis vestrae“: Angelus am vierten Fastensonntag, „Rosensonntag“.

In seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet konzentrierte sich Papst Franziskus auf das Tagesevangelium (Joh 3, 14-21) und stellte sich die Frage nach dem Grund dieser großen Freude.

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Es sei Gottes große Liebe für die Menschheit, wie uns das heutige Evangelium sage: „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat“ (Joh. 3,16). Diese Worte, die Jesus im Gespräch mit Nikodemus gesprochen habe, fassten ein Thema zusammen, das im Mittelpunkt der christlichen Verkündigung stehe: selbst wenn die Situation verzweifelt erscheine, greife Gott ein und biete dem Menschen Heil und Freude. Gott stehe nämlich nicht abseits, sondern „tritt in die Geschichte der Menschheit ein, um sie mit seiner Gnade zu beleben und zu retten“.

Wir seien aufgerufen, auf diese Verkündigung zu hören und die Versuchung abzulehnen, uns selbst als sicher zu betrachten, auf Gott verzichten zu wollen und absolute Freiheit von ihm und seinem Wort zu fordern. Wenn wir den Mut fänden, uns selbst als das zu erkennen, was wir seien, „erkennen wir, dass wir dazu berufen sind, mit unserer Gebrechlichkeit und unseren Grenzen umzugehen". Dann könne es passieren, dass wir von der Angst vor dem Morgen, von Angst vor Krankheit und Tod ergriffen würden. Dies erkläre, warum viele Menschen, die nach einem Ausweg suchten, manchmal gefährliche Abkürzungen wie den Tunnel der Drogen oder den Aberglauben oder verderbliche magische Rituale nähmen.

Das Kreuz Jesu sei die größte Offenbarung der Liebe Gottes. Gott sei größer als alle Grenzen und Schwächen des Menschen. Es sei wahr, "da sind diese Grenzen, diese Schwächen, diese Sünden, doch er ist größer als die Grenzen und Schwächen und Sünden. Vergesst das nicht: Gott ist größer als unsere Schwächen, unsere Untreue, unsere Sünden. Und wir wollen den Herrn bei der Hand nehmen, wir wollen auf den Gekreuzigten blicken und weitergehen".

„Maria, Mutter der Barmherzigkeit“, so der Papst abschließend, „gebe uns im Herzen die Gewissheit, dass wir von Gott geliebt werden, sie bleibe uns nahe, wenn wir uns allein fühlen, wenn wir versucht sind, uns den Schwierigkeiten des Lebens zu ergeben. Möge sie uns die Gefühle ihres Sohnes Jesus mitteilen, damit unser Weg durch die Fastenzeit eine Erfahrung der Vergebung, des Aufnehmens und der Nächstenliebe wird“.



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