12 Februar 2018, 23:00
Italienischer Filmregisseur Franco Zeffirelli wird 95
 
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Er schuf u.a. viel beachtete Verfilmungen christlicher Stoffe wie das TV-Epos "Jesus von Nazareth" - Mit VIDEO: "Jesus von Nazareth" in voller Länge/deutsch

Rom (kath.net/KAP) Der italienische Film-, Theater und Opernregisseur Franco Zeffirelli wird am Montag 95 Jahre alt. Er schuf u.a. viel beachtete Verfilmungen christlicher Stoffe, wie das TV-Epos "Jesus von Nazareth" (1977) oder "Bruder Sonne, Schwester Mond" (1972) über das Leben des jungen Franz von Assisi. Bekannt wurde er auch durch aufwendige Operninszenierungen sowie durch die preisgekrönte Shakespeare-Verfilmung "Romeo und Julia".

Zeffirelli wurde als Gianfranco Corsi am 12. Februar 1923 in Florenz geboren. Während des Zweiten Weltkrieges kämpfte er als Partisan gegen das faschistische Regime, nach Kriegsende studierte er Kunst und Architektur in seiner Heimatstadt. Filmerfahrung sammelte Zeffirelli als Assistent der Regisseure Vittorio De Sica, Roberto Rossellini und Luchino Visconti.

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In seinen ersten eigenen Filmen widmete sich Zeffirelli klassischen Stoffen der Weltliteratur: Nach "Falstaff" (1964), "La Boheme" (1965) und "Der Widerspenstigen Zähmung" (1967) verfilmte er Shakespeares "Romeo und Julia" (1968), was ihm eine Oscar-Nominierung und internationalen Ruhm einbrachte.

In den 1970er-Jahren schuf er mit "Bruder Sonne, Schwester Mond" und "Jesus von Nazareth" bei Publikum und Kritik gleichermaßen geschätzte religiöse Filme. Der 1972 entstandene "Fratello sole, sorella luna" (englischer Titel: Brother Sun, Sister Moon) erzählt von den Jugendjahren des Franz von Assisi auf eine Weise, die vor allem das Lebensgefühl und Sehnsüchte von Hippies und Populärkünstlern der 1960er-Jahre zum Ausdruck bringt. Zeffirelli hatte sich sogar darum bemüht, die Beatles als junge Franziskaner auftreten zu lassen - was allerdings an Terminproblemen scheiterte.

Mit "Jesus von Nazareth" (Gesu di Nazareth) schuf Zeffirelli eine mehr als sechs Stunden lange Version des Lebens Jesu als italienisch-britische TV-Co-Produktion mit Starbesetzung bis in die Nebenrollen: U.a. wirkten Robert Powell als Jesus, Olivia Hussey als Maria, Rod Steiger als Pontius Pilatus und Peter Ustinov als Herodes der Große mit, weiters Anne Bancroft, Ernest Borgnine, Claudia Cardinale, James Mason, Anthony Quinn und Laurence Olivier.

Jahre später kritisierte Franco Zeffirelli seinen amerikanischen Regisseur-Kollegen Mel Gibson für dessen umstrittenen Jesus-Streifen "Die Passion Christi" (2004). "Nicht aus Rivalität, sondern aus christlichem Empfinden kritisiere ich seinen Film, der äußerst brutal ist", so Zeffirelli.

Zeffirelli ist praktizierender Katholik. Zugleich lebt er seit langem offen homosexuell. Politisch engagierte er sich für die Partei Forza Italia von Silvio Berlusconi und saß für zwei Legislaturperioden im italienischen Senat. Er ist Träger des britischen Verdienstordens Knight Commander of the Order of the British Empire und des Verdienstordens der Italienischen Republik.

2016 empfing Papst Franziskus Zeffirelli in Privataudienz. Schon Benedikt XVI. (2005-2013) hatte ihn 2009 zu einem Künstlertreffen in die Sixtinische Kapelle eingeladen.

Jesus von Nazareth Teil 1 Geburt und Jugend - Verfilmung von Franco Zeffirelli (deutsch)




Teil 2 Wunder und Zeichen




Teil 3 Einzug in Jerusalem





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