22 Januar 2018, 12:00
Ein Marsch mit Trump
 
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"Donald Trump hat sich durch die erste Rede eines US-Präsidenten beim March for Life als der bislang stärkste Pro Life-Präsident der USA gezeigt" - Der Montagskick von Peter Winnemöller

Washington DC. (kath.net)
Jeder Mensch kann sich ändern. Bis 2011 war Donald Trump „pro choice“, irgend wann hat sich seine Haltung nach Angaben einer Mitarbeiterin gewandelt. Er handelt in gleicher Weise unkonventionell wie konsequent. Von Anfang an hatte der Kandidat Trump angekündigt, als Präsident alles in seiner Macht stehende zu tun, um „pro life“ zu stärken. Das hatte ihm besonders im mittleren Westen der USA viele Stimmen eingebracht. Unmittelbar nach Amtsübernahme hatte er die Mexiko City Policy wieder in Kraft gesetzt. Das war nichts Besonderes. Alle republikanischen Präsidenten machen das so. Die Demokraten setzen sie dann wieder außer Kraft. Das wäre keine Meldung wert gewesen. Es hätte Donald Trump noch lange nicht zum Pro Life- Präsidenten gemacht.

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Doch er machte ernst. Keine Staatsgelder mehr für Planned Parenthood. Das war schon ein weitaus deutlicheres Zeichen. Die nun per Video übertragene Rede mag man als Populismus abtun. Trump ist allerdings nicht nur populistisch, Trump ist auch populär. Die Mehrheit der US- Amerikaner schätzt ihn immer noch. Seine Umfragewerte sind gut.

Die Pro Life Bewegung sieht in ihm ihren Helden im Weißen Haus. Wo er kann, schafft er Fakten. Das ist seine Art. Das ist nicht immer nur gut, vieles geht daneben. Doch er tut etwas und das kommt an. Am Tag vor dem March for life gab die US-Regierung neue Schutzmaßnahmen für Gesundheitsdienste bekannt, die Abtreibungen und andere bioethisch fragwürdige Behandlungen ablehnen.

Das ist ein deutlicher Fortschritt in einer Gesellschaft, in der das Machbare immer problematischer wird und der Druck auf Ärzte, Krankenschwestern und andere im Gesundheitswesen immer weiter wächst Der Schutz der Gewissensentscheidung wird in Europa im Gegensatz dazu immer weiter ausgehöhlt.

Krankenschwestern, Hebammen und Ärzte, die keine Abtreibungen machen oder daran mitwirken wollen, können ihren Job verlieren. Die USA unter Präsident Trump gehen einen anderen, einen besseren Weg.

Europa reagiert verschnupft. Der von der linken Elite ungeliebte Trump macht sich (wieder einmal) zum Helden der jungen Amerikaner. Hier stehen die USA in deutlichem Gegensatz zu Europa. Junge Christen müssen sich nicht verstecken sondern treten ganz offen und ganz offensiv auf. Der Präsident lobt sie dafür. Vielleicht stößt dem einen oder anderen biederen Evangelikalen die schnodderige Art des New Yorkers auf, doch mit seiner klaren Haltung, seinen klaren Worten und seinen unzweideutigen Taten verschafft er sich Sympathien.

Daher sollte man es durchaus ernst nehmen, wenn er ankündigt, den Fall Roe vs. Wade wieder aufzurollen. Erst diese Entscheidung des Supreme Court der USA machte nach 1975 überhaupt Abtreibungen in den USA erst möglich. Zu Recht stellte Präsident Trump fest, dass die USA immer mehr pro life werden. Der Schutz des Lebens in der Verfassung der USA ist sehr stark. Das betonte Trump in seiner Rede.

Mit einer Stärkung der Pro Life- Bewegung gehen die Menschen in den USA den Weg, den wir auch in Europa gehen müssen. Vor jeglicher Verbesserung der Gesetze zum Schutz des Lebens steht sowohl in den USA als auch in Europa ein Paradigmenwechsel zu Gunsten des Lebens. Lebensfeindliche Praktiken müssen gesellschaftlich geächtet sein. Erst dann wird sich etwas ändern.

Im Gegenzug müssen die Menschen, die sich für das Leben einsetzen, als die Helden angesehen werden, die sie sind. So war es gut und richtig, dass der Präsident als ein Beispiel von vielen eine Frau und ihre Familie vorgestellt hat, die schwangeren Frauen in Not Hilfe und Hoffnung gibt. Donald Trump hat sich durch die erste Rede eines US- Präsidenten beim March for Life als der bislang stärkste Pro Life- Präsident der USA gezeigt.

March for Life 2018 Washington DC - Livemitschnitt des Grußwortes von US-Präsident Donald Trump und Vize Mike Pence


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