26 Dezember 2017, 08:30
Es wurde licht in der dunklen Welt
 
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Gottes Antwort auf die Sehnsucht des Menschen - Weihnachtspredigt von Bischof Gregor Maria Hanke

Eichstätt (kath.net/pde) „Die Botschaft von Weihnachten strahlt auch heute noch aus und erreicht oft ganz verborgen die Herzen von Menschen“. Bei der Christmette im dicht gefüllten Eichstätter Dom bezeichnete Bischof Gregor Maria Hanke die Geburt Jesu als Antwort Gottes auf die Sehnsucht des Menschen nach Nähe und Heil. Die Weihnachtsbotschaft mache Mut, im Alltag nicht auf Macht und Abgrenzung zu setzen, sondern echte Begegnung mit dem Mitmenschen zu suchen.

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Wenngleich die Christen in diesem Land zahlenmäßig abnehmen, verliere das Weihnachtsfest kaum etwas von seiner Popularität, stellte der Eichstätter Bischof in seiner Predigt fest. Das habe zwar viel damit zu tun, dass Weihnachten ein attraktives Geschäftsmodell für Wirtschaft und Handel sei und für viele ein schönes Fest mit Christbaum, Abspielen einiger Weihnachtslieder, gutem Essen im Kreis der Familie und Austausch von Geschenken. Weihnachten werde aber jedes Jahr auch von jenen gefeiert, die unter dem kollektiven Vorbereitungsstress und so mancher Missstimmung an den Feiertagen leiden. Offensichtlich habe Weihnachten ein Geheimnis, das die Sehnsucht der Menschen anrührt.

Die Botschaft vom Kommen Gottes und seiner Nähe zum Menschen im Kind von Betlehem werde in unterschiedlichen Formaten verkündet und präsent gemacht: durch viele Adventsbräuche, durch die Krippen und Krippenspiele über das Singen der Weihnachtslieder bis zur Feier festlicher Gottesdienste. „Den hellen Schein der Botschaft von Gottes Nähe zum Menschen im Menschenkind von Betlehem nehmen auch heute sehnsuchtsvolle Menschenherzen noch auf.“

Die Botschaft vom Kind in der Krippe sei anders als die Logik, nach denen das Menschsein in Wirtschaft und Politik sowie im alltäglichen Miteinander gelebt werden müsse. Das private und berufliche Miteinander gestalte sich nach den Regeln dieser Logik als Wettbewerb, wer am leistungsfähigsten, am stärksten, am besten ist. Wer hingegen Macht verliert oder gezwungen wird, sie abzugeben, gilt als beschädigt. Aber diese Logik beantworte nicht die Frage: Wer bin ich eigentlich im Tiefsten?

Weihnachten ermuntere zur wahren Menschwerdung, die nicht auf Stärke und Macht setze, sondern auch Schwäche und Kleinsein zulasse. Die Geburt des Kindes von Betlehem mache Mut, sich selbst anzunehmen: „Mein Mangel und meine Schwächen werden an der Krippe Wachstumsräume meiner Menschwerdung.“ Gott wolle jeden Menschen teilhaben lassen an wahrer Menschwerdung, die akzeptiere, was der Welt klein, hilflos und schwach erscheint. „Als in Betlehem in der Krippe das Kleine und Unscheinbare des Menschseins sichtbar wurde, ging der Himmel auf. Es wurde licht in der dunklen Welt.“







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