12 Oktober 2017, 11:40
Bischöfe verurteilen beleidigende Äußerungen gegenüber Mutter Teresa
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Mutter Teresa'
Indien: Ein hinduistischer Religionsführer hat im Radio geäußert, dass Mutter Teresa die höchste Ehrung des indischen Staates zu Unrecht erhalten habe – Erzbischof Bala reagiert mit offizieller Verlautbarung

New Delhi (kath.net/Fides) In einer offiziellen Verlautbarung bittet der Vorsitzende des Rates der Bischöfe von Telugu, Erzbischof Thumma Bala von Hydearabad, die Regierungen der Staaten Andhra Pradesh und Telangana um entsprechende Maßnahmen, nachdem ein TV-Sender in den vergangenen Tagen eine beleidigende Stellungnahme des hinduistischen Religionsvertreters Swami Parpoornanda Saraswathi im Hinblick auf die Arbeit von Mutter Teresa von Kalkutta ausgestrahlt hatte.

Werbung
christenverfolgung


„Mutter Teresa organisierte einen illegalen Handel mit Frauen, die sie zuerst zum Christentum konvertieren ließ, damit sie später als Schwestern arbeiteten“, so Swami, der in diesem Zusammenhang betonte, dass die Ordensfrau die höchste Ehrung des indischen Staates, den „Bharata Ratna”-Preis, der ihr 1980 überreicht wurde, zu Unrecht erhalten habe.

„Ist das nicht auch eine Beleidigung Indiens und des Staatsoberhaupts, der den Dienst von Mutter Teresa unter armen, schwerkranken, alten und ausgeschlossenen Menschen würdigte?”, fragte Erzbischof Bala.

„Die Arbeit von Mutter Teresa”, heißt es in der Verlautbarung des Erzbischofs weiter, „wurde in aller Welt anerkannt und 1979 wurde sie mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Heute gibt es 5.161 Schwestern von Mutter Teresa, die in 758 Ordensgemeinschaften in 139 Ländern leben. Die Stellungnahme von Paripoornananda Swamiji war außerdem in dieser Form gar nicht gefragt, da ein völlig anderes Thema im Mittelpunkt der Debatte stand. Es war völlig unnötig, dass Swamiji über den Papst und Mutter Teresa sprach”.

„Die Äußerungen von Paripoornananda Swamiji über Mutter Teresa haben nicht nur zutiefst das Empfinden der katholischen Kirche und der christlichen Gemeinschaften beleidigt“, so der Erzbischof, „sondern auch diejenigen der Angehörigen anderer Regionen und Religionen, die die Ordensfrau als Heilige und Mutter der Armen und Notleidenden respektieren”.

Die Kirche in Indien verurteile „jeden Versuch der Spaltung unserer Gesellschaft”. Auf den Spuren Jesu Christi „können wir Paripoornananda Swamiji vergeben”, der in diesem Zusammenhang die Vertreter aller Religionen daran erinnert, dass „die erste Aufgabe eines Religionsvertreters darin besteht, Harmonie und Frieden in einer pluralistischen Gesellschaft zu fördern und die säkulare Staatsform und die Religionsfreiheit, die in der Verfassung des Landes verankert sind, zu respektieren”.

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!









kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.

Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Franziskus lädt zum Krisengipfel nach Rom (74)

Satan, der Große Ankläger, gegen das wahre Leben des Christen (67)

„Korruption der Lehre zieht immer die Korruption der Moral nach sich“ (56)

Man kann einen Papst nicht anklagen! (51)

Franziskus-Buch: Kurzbeschreibung kritisiert Papst Benedikt XVI. (45)

Missbrauchsopfer von Grassi: "Ich habe gelitten und leide noch immer!" (37)

Marx: „Wir stehen an der Seite der Betroffenen sexuellen Missbrauchs“ (35)

Die Vollmacht des Hirten (33)

Neue Bombe im Vatikan: Zeitung nennt Namen der 'Homo-Lobby' (33)

Neues Papstdokument schreibt verpflichtende Synodenumfragen vor (32)

Bischof: Nicht Klerikalismus, sondern Unmoral ist Ursache der Skandale (27)

„Frankfurter Allgemeine“: „Warum schont der Papst McCarrick?“ (26)

Kritik am „fröhlichen“ Foto bei Missbrauchskrisensitzung (25)

Cupich zu Missbrauch: Kirche hat ‚größere Agenda’ (23)

Papst: Sexualität ist "der schönste Punkt der Schöpfung" (23)