10 Mai 2017, 12:30
Maria, Mutter der Hoffnung
 
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Franziskus: Maria – sie ist einfach da. Das Vorbild des Christen. Maria lehrt uns die Tugend des Naheseins, des Beistands, selbst wenn es keinen Sinn mehr zu haben scheint. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) „Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich“ (Joh 19,25-27).

Generalaudienz am Mittwoch in der vierten Woche der Osterzeit. Papst Franziskus nahm seine Katechesenreihe zur christlichen Hoffnung wieder auf und richtete seinen Blick auf Maria, Mutter der Hoffnung.

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Schon in ihrer Jugend zeige Maria die Bereitschaft, alles mit Gottvertrauen anzunehmen. Ihr Ja zur Botschaft des Engels sei der erste Schritt, um sich auf Gottes Pläne einzulassen: mit Mut und mit Demut.

Maria erscheine in den Evangelien als die Schweigende, die nicht alles verstehe, was in ihrem Umfeld geschehe. Aber jedes Wort und jedes Ereignis „erwägt sie in ihrem Herzen“. Sie bleibe während des Wirkens Jesu im Hintergrund, doch im entscheidenden Augenblick sei sie zugegen: bei seiner Kreuzigung.

Fast alle Jünger seien geflohen. Maria aber „steht beim Kreuz. Sie ist einfach da“. Sie bleibe als Mutter ihrem Sohn auch im Leiden nahe. Sie halte aus in ihrem Schmerz, der keinem anderen gleichkomme. Bis zu jenem Tag sei Maria fast aus der Handlung der Evangelien verschwunden gewesen. Die Verfasser ließen diese langsame In-den-Schatten-treten ihrer Gegenwart verstehen: ihr Schweigen vor dem Geheimnis eines Sohnes, der dem Vater gehorche. Im entscheidenden Moment dann sei sie einfach „da gewesen“. Nichts sei bekannt von ihrer Reaktion, ihr Schmerz werde nicht beschrieben. Diese Details stimulierten dann Dichter und Maler, die uns Bilder geschenkt hätten, die in die Geschichte der Kunst und der Literatur eingegangen seien.

Maria sei auch am Pfingstfest zugegen, inmitten der Schar der Jünger, die sich als so wankelmütig erweisen hätten. Sie begleite die frühe Kirche, die vom Licht der Auferstehung umstrahlt werde, aber auch in ihren ersten Schritten in der Welt immer wieder zittere.

Maria lehre uns die Tugend des Naheseins, des Beistands, selbst wenn es keinen Sinn mehr zu haben scheine. Sie bleibe immer zuversichtlich gegenüber dem geheimnisvollen Handeln Gottes, auch in der scheinbaren Ausweglosigkeit. Jesus habe uns Maria zur Mutter gegeben, zur Mutter der Hoffnung: „sie möge unsere Wege immer behüten!“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Einen herzlichen Gruß richte ich an die Pilger und Besucher deutscher Sprache, besonders an die verschiedenen Schülergruppen. Nutzen wir diesen Monat Mai, um Maria, unserer Mutter, öfter im Gebet zu begegnen. Sie führt uns zu ihrem Sohn Jesus Christus und ist uns mit ihrem mütterlichen Schutz nahe. Ich lade euch ein, mit mir gemeinsam für meine Pilgerreise nach Fatima zu beten.









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