12 April 2017, 12:31
Hoffnung der Welt – Hoffnung des Kreuzes
 
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Franziskus: die Hoffnung, die das Geheimnis des Kreuzes schenkt. Das Weizenkorn, das stirbt und die Pflanze enthält. ‚Mit dir ist nichts verloren, mit dir kann ich immer hoffen, Du bist meine Hoffnung’. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) „Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht. Wer an seinem Leben hängt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben“ (Joh 12,24-25).

Generalaudienz am Mittwoch der Karwoche. In seiner Katechese setzte Papst Franziskus seine Auseinandersetzungen zur christlichen Hoffnung fort und betrachtete die Hoffnung, die das Geheimnis des Kreuzes schenkt und anders ist als die Hoffnung der Welt.

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Gleich nach seinem Einzug in Jerusalem erkläre Jesus: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht“ (Joh 12,24). Christus selbst mache sich klein wie ein Weizenkorn. Er habe die Herrlichkeit des Himmels verlassen und sei gleichsam „auf die Erde gefallen“.

In der äußersten Erniedrigung, im Kreuzestod sei der Same seiner Liebe aufgebrochen und habe so reiche Frucht gebracht – Hoffnung sei aufgebrochen, durch die Kraft der Liebe, denn: die Liebe hoffe alles und ertrage alles (vgl. 1 Kor 13,7). Die Liebe sei das Leben Gottes und habe alles erneuert, was sie erreicht habe. In seinem Tod und in seiner Auferstehung verwandle der Herr unsere Schuld in Vergebung, unseren Tod in Auferstehung, unsere Angst in Zuversicht, unsere Dunkelheit in Licht, unsere Enttäuschung in Hoffnung. So überwinde die Hoffnung alles.

Der Same, der sterbe – „das ist die Logik der demütigen Liebe. Das ist der Weg Gottes, der allein Frucht bringt und das Böse besiegt“. Denn: „wer liebt verliert etwas“. Wer gierig sei dagegen, werde nie satt. Wer nur sich liebe und für seine Interessen lebe, blähe nur sich selbst auf und verliere. Wer dagegen annehme, sei bereit und diene und leben auf die Weise Gottes. So sei er siegreich, rette sich selbst und die anderen.

Auch unsere Berufung sei es, Same der Hoffnung für die Welt zu werden:„Es ist wahr, dieser Weg der Liebe geht über das Kreuz, das Opfer, die Selbsthingabe. Aber das Ziel ist die Auferstehung, das Leben in Fülle“. „Wir wollen den Gekreuzigten betrachten“, so der Papst abschließend, „Quell der Hoffnung“. Langsam verstünden wir auf diese Weise, dass mit Jesus hoffen heiße zu lernen, bereits jetzt die Pflanze im Samen zu sehen, „das Pascha im Kreuz, das Leben im Tod“. Denn: „Mit dir ist nichts verloren, mit dir kann ich immer hoffen, Du bist meine Hoffnung“.


Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Einen herzlichen Gruß richte ich an alle Pilger deutscher Sprache, insbesondere an die Mitglieder und Freunde des „Regnum Christi“ aus Bad Münstereifel. Betrachten wir das Geheimnis Jesu, der mit seinem Tod am Kreuz für uns alle reiche Frucht gebracht hat. Gerade die vielen Jugendlichen ermutige ich: Seid ein Same der Hoffnung für eure Mitmenschen! Gott segne euch alle.









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