15 März 2017, 23:00
Erster Märtyrer aus den USA wird im September seliggesprochen
 
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Der 1981 in Guatemala ermordete Priester der Erzdiözese Oklahoma geriet wegen seines Eintretens für die Rechte der Armen und Unterdrückten ins Fadenkreuz rechtsgerichteter Paramilitärs

Rom (kath.net/KAP) Stanley Rother, Priester und erster in den USA geborener Märtyrer der katholischen Kirche, wird am 23. September in Oklahoma City seliggesprochen. Das teilte das vatikanische Newsblogportal "Il Sismografo" unter Bezugname auf den örtlichen Erzbischof Paul Coakley am Mittwoch mit. Rother wurde am 28. Juli 1981 als Missionar in Guatemala von einer Todesschwadron erschossen. Im Dezember 2016 wurde sein Martyrium von Papst Franziskus anerkannt. Er ist damit der erste in den Vereinigten Staaten geborene katholische Märtyrer.

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Stanley Rother wurde am 27. März 1935 in Okarche, US-Bundesstaat Oklahoma, als Sohn des aus Deutschland eingewanderten Farmer-Ehepaars Franz und Gertrude Rother geboren. 1963 erhielt er die Priesterweihe, fünf Jahre später ging er als Missionar nach Guatemala. Dort lebte er beim indigenen Volk der Tzutuhil im Südwesten des mittelamerikanischen Landes. Er lernte ihre Sprache und engagierte sich für die Bildung seiner Schützlinge; unter anderem übersetzte er die Bibel in die bis dahin schriftlose Sprache der Tzutuhil.

Vor dem Hintergrund des guatemaltekischen Bürgerkriegs geriet er wegen seines kompromisslosen Eintretens für die Rechte der Armen und Unterdrückten ins Fadenkreuz rechtsgerichteter Paramilitärs. Nach Todesdrohungen ging er 1981 zunächst zurück in die USA, kehrte aber wenig später nach Guatemala zurück und wurde kurz darauf ermordet. Er war einer von zehn Priestern, die im gleichen Jahr in Guatemala ermordet wurden.

Erinnerung an das Martyrium von Pfr. Stanley Rother (Recalling the Martyrdom of Father Stanley Rother)



Foto: Pfr. Stanley Rother





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Bild oben (c) Archdiocese of Oklahoma City







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