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16 März 2017, 11:00
Schluss mit 'sola scriptura'

Protestanten hinterfragen in Deutschland immer stärker die Bibel - Der Theologe kritisierte auch, dass die Heilige Schrift vielfach mit Märchen oder den Schriften anderer Religionen auf dieselbe Stufe gestellt werde

Würzburg (kath.net)
Die Bibel wird innerhalb bei den Protestanten immer stärker hinterfragt. Das kritisiert der Leiter und Gründer des Netzwerks Bibel und Bekenntnis, Pfarrer Ulrich Parzany, wie IDEA berichtet. Viele hielten als Folge dieser Entwicklung das Credo nicht mehr für wahr. "Alle wissen das, aber niemand will es aussprechen", meinte Parzany bei einem Vortrag vor wenigen Tagen. Parzany sprach im Zusammenhang mit der Bibel von einer Urkunde der Selbstoffenbarung Gottes und dass es eine der wichtigsten Entscheidungen sei, ob man ihr glauben wolle oder nicht.

Der Theologe kritisierte auch, dass die Heilige Schrift vielfach mit Märchen oder den Schriften anderer Religionen auf dieselbe Stufe gestellt werde.

Er riet den 90 Besuchern davon ab, aus Protest gegen diese Fehlentwicklungen aus der Kirche auszutreten. Das bringe überhaupt nichts. Denn die Kirche lebe nicht von den Kirchensteuern derer, die sonntags die Gottesdienste besuchten, sondern von der Masse derer, die zwar Mitgliedsbeiträge zahlten, aber kein Interesse am Evangelium hätten. Deshalb sähen die Verantwortlichen in den Kirchen keinen Grund, etwas zu ändern.

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