15 März 2017, 12:02
Seid fröhlich in der Hoffnung!
 
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Franziskus: die Gottes- und Nächstenliebe ist die höchste Berufung des Christen. Die Gefahr der Heuchelei, die sich in die Nächstenliebe einschleicht. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) „Eure Liebe sei ohne Heuchelei. Verabscheut das Böse, haltet fest am Guten! Seid einander in brüderlicher Liebe zugetan, übertrefft euch in gegenseitiger Achtung! Lasst nicht nach in eurem Eifer, lasst euch vom Geist entflammen und dient dem Herrn! Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet! Helft den Heiligen, wenn sie in Not sind; gewährt jederzeit Gastfreundschaft!“ (Röm 12,9-13).

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Generalaudienz am Mittwoch der zweiten Woche der Fastenzeit. In seiner Katechese setzte Papst Franziskus seine Betrachtungen zur christlichen Hoffnung fort und setzte sich mit dem paulinischen Wort des „Seid fröhlich in der Hoffnung!“ auseinander.

Die Gottes- und Nächstenliebe sei die höchste Berufung des Christen. Damit verbunden sei auch die Freude der christlichen Hoffnung. Der heilige Paulus warne uns davor, dass sich in die Nächstenliebe Heuchelei einschleichen könne: persönliche Interessen, die Suche nach eigener Erfüllung, der Wunsch, sich selbst darzustellen und zu zeigen, wie gut und tüchtig wir seien, als wäre die Nächstenliebe unser menschliches Werk.

Diese sei hingegen vielmehr ein Geschenk der Gnade Gottes und Frucht der Begegnung mit dem gütigen und barmherzigen Antlitz Jesu. Die Nächstenliebe „ist vor allem eine Gnade“, die der Herr uns in Freiheit schenke. „Wir sind sündige Menschen“. So der Papst, was sich auf unser Liebestun auswirke. Von uns aus seien wir kaum fähig, wirklich zu lieben.

Christus habe uns aber von der Sünde befreit und den Weg des Heils eröffnet. Wenn wir unser Herz von ihm heilen und erneuern ließen, könnten wir nach dem Gebot der Liebe leben und zu einem Werkzeug der göttlichen Liebe werden, so dass Gott in uns und durch uns wirke. Die Erfahrung des göttlichen Erbarmens befähige uns, die anderen so zu lieben, wie Gott sie liebt, und ihr Wohl zu wollen.

„Dies ist die Botschaft der Hoffnung, die Paulus uns in Erinnerung ruft“, so Franziskus. So ermutige er uns, die Hoffnung in uns neu zu entfachen und uns in der Hoffnung zu freuen. Denn selbst in unseren Unzulänglichkeiten und unserem Scheitern „hört Gottes Liebe nie auf“. Wenn also im Herzen die Gnade des Herrn und seine Treue wohne, „leben wir in der freudigen Hoffnung, in den Brüdern und Schwestern das zu erwidern – so weit wir es vermögen –, was wir jeden Tag von ihm empfangen“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Sehr herzlich grüße ich die Pilger aus den Ländern deutscher Sprache sowie aus den Niederlanden. Insbesondere heiße ich den Cäcilienverband des Bistums Rottenburg-Stuttgart in Begleitung von Weihbischof Johannes Kreidler willkommen. Wenn wir uns von der Gnade des Herrn formen und von der göttlichen Hoffnung erfüllen lassen, können wir unseren Nächsten die Liebe erwidern, die Gott uns jeden Tag schenkt. Schönen Aufenthalt in Rom und gesegnete Fastenzeit.


Video der Generalaudienz








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