26 Februar 2017, 12:13
Die Treue Gottes – Grund der christlichen Hoffnung
 
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Franziskus: Gott ist nicht fern und namenlos: er ist Quelle unserer Ruhe und unseres Friedens. Die mühselige Suche nach dem Unmittelbaren ist illusorisch. Gott – der Fels unseres Heils, unsere Verteidigung vor dem Bösen. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Angelus am achten Sonntag im Jahreskreis. Papst Franziskus ging in seiner Ansprache vor dem Mittagsgebet auf dem Petersplatz vom Tagesevangelium aus (Mt 6,24-34), das Teil der sogenannten Bergpredigt ist, welche die Kapitel 5, 6 und 7 des Matthäusevangeliums umfasst. Es handle sich dabei um einen starken Aufruf, Gott zu vertrauen, der sich um alle Lebewesen der Schöpfung kümmere. Sein wohltätiger fürsorglicher Blick wache täglich über unser Leben.

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Das Leben verlaufe unter vielen Bedrängnissen, die die Ruhe und das Gleichgewicht bedrohten. Doch diese Angst „ist oft unnütz, das sie nicht in der Lage ist, den Lauf der Ereignisse zu verändern“. Jesus mahne eindringlich, keine Sorgen um das Morgen zu haben. Er erinnere daran, dass über allem ein liebender Vater sei, der seine Kinder nie vergesse. Sich Gott anzuvertrauen löse nicht auf magische Weise die Probleme, sondern gestatte es, sie im rechten Geist anzugehen, voll Mut, das ich mich dem Vater anvertraue.

Gott „ist nicht fern und namenlos: er ist unsere Zuflucht, die Quelle unserer Ruhe und unseres Friedens“. Er sei der Fels unseres Heils, unsere Verteidigung vor dem Bösen, das immer auf der Lauer sei. Gott sei für uns der große Freund, der Verbündete, der Vater, aber nicht immer sei uns dies bewusst. Der Mensch ziehe es vor, sich auf das Unmittelbare und Kontingente zu stützen und vergesse und lehne bisweilen das höchste Gut ab. Gott als Vater zu verspüren „ist in dieser Epoche der Verwaisung sehr wichtig!“

Jesus sage uns, dass diese mühselige Suche nach dem Unmittelbaren und nach weltlichen Gütern illusorisch und Anlass zu Unglück sei. Er schenke seinen Jüngern die grundlegende Lebensregel: „Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben“(V. 33). Es gehe darum, den Plan Jesu zu verwirklichen, den er in der Bergpredigt verkünde, im Vertrauen auf Gott, der nie enttäusche.

Diese dem Evangelium gemäße Haltung, nie zu meinen, dass alles von uns abhänge, erfordere eine klare Entscheidung: „Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben, oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon“ (V. 24). Entweder der Herr oder die faszinierenden, aber illusorischen Götzen: zu dieser Entscheidung seien alle aufgerufen. Sie müsse klar getroffen und immer erneuert werden, da die Versuchungen, alles auf Geld, Lust und Macht zu reduzieren, sehr bedrängend seien.

Die Entscheidung für Gott und sein Reich zeige nicht immer unmittelbar ihre Früchte. Es handle sich um eine Entscheidung, die in der Hoffnung zu treffen sei und die Gott ihre vollständige Verwirklichung überlässt. Die christliche Hoffnung sei ausgerichtet auf die künftige Erfüllung der Verheißung Gottes. Sie ergebe sich nicht vor den Schwierigkeiten, „da sie in der Treue Gottes gründet, deren es nie ermangelt“.

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