12 Juli 2016, 08:00
Flüchtlinge vom Regensburger Dom ins Pfarrheim umgezogen
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Bistum Regensburg'
Ein Sprecher des Bistums: «Dort gibt es wesentlich bessere Möglichkeiten zur Unterbringung» - Es handele sich weiterhin nicht um Kirchenasyl, sondern um eine geduldete Anwesenheit

Regensburg (kath.net/KNA) Nach knapp einwöchigem Aufenthalt im Regensburger Dom sind die rund 45 Flüchtlinge in ein nahe gelegenes Pfarrheim umgezogen. «Dort gibt es wesentlich bessere Möglichkeiten zur Unterbringung», sagte ein Bistumssprecher am Montag auf Anfrage. Im Pfarrheim Sankt Emmeram am Rande der Altstadt würden nun mobile Duschen und Trennwände errichtet, um eine «gewisse Privatsphäre» zu ermöglichen. Den Flüchtlingen sei zugesichert worden, dass die Behörden auch im neuen Quartier nicht eingriffen.

Werbung
messstipendien


Der Sprecher betonte, es handele sich weiterhin nicht um Kirchenasyl, sondern um eine geduldete Anwesenheit. Drei Personen seien schwerstkrank. In den kommenden Tagen wird die gesamte Gruppe in einem separaten Raum ärztlich untersucht, wie der Sprecher ankündigte. Ein Teil der Kinder besuche derzeit den Unterricht an Schulen in Regensburg.

Am vergangenen Dienstag hatten die Flüchtlinge den Dom besetzt und dort Zuflucht gesucht. Sie forderten ein Bleiberecht in Deutschland und protestierten gegen die Einstufung mehrerer Balkan-Staaten als sichere Herkunftsländer. Am Freitag besichtigten die Asylbewerber zusammen das Pfarrheim und stimmten dem Vorschlag der Kirchenvertreter zu.

Das Bistum hatte stets betont, dass es den Menschen humanitär helfen werde. Die politischen Fragen müssten jedoch auf politischer Ebene geklärt werden. Asylsozialberater der Caritas kümmern sich im Auftrag des Bistums um die Geflüchteten und wollen gegebenenfalls auch Einzelfälle neu prüfen.





(C) 2016 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!









kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.

Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben


 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram

meist kommentierte Artikel

Kardinal Brandmüller: Papst hatte Dubia-Brief erhalten! (74)

Kardinal Burke: Wir haben Dubia-Brief bei Papst-Residenz abgegeben (58)

Tagung: Ist Gold in Liturgie noch zeitgemäß? (40)

Bischof Schwarz: „Ich habe ihn bisher immer gedeckt“ (35)

Deutsche Bundespolizei weist ab sofort bestimmte Flüchtlinge zurück (31)

Streit um Kommunionempfang: Eine Frage des Kirchenrechts (31)

'DDR-Bischof' Feige beschimpft Kritiker als 'vorkonziliar' (30)

Scharfe Kritik an Totendiamanten durch Berliner Bischöfe (28)

Anbiedern an die Gay-Community? (23)

Kommunionspendung an nichtkatholische Mischehepartner? (23)

Ohne Islam-Reform droht Islamisierung Europas (20)

Das 'Verlustgeschäft' der Ökumene (19)

„Ich wusste seit 2002, dass Kardinal McGarrick sexuell belästigt“ (17)

Linkskatholiken attackieren CSU wegen Asyl-Krise in Deutschland (16)

Erneut schwerer Zwischenfall mit Migranten in Deutschland (16)